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Recht auf Reparatur: iFixit-Chef wettert gegen Apple, Samsung, Microsoft

Mark Mantel

(Bild: PK Studio/Shutterstock.com)

Geht es nach dem iFixit-Chef Kyle Wiens, erschweren große Hersteller zu hĂ€ufig unnötig Reparaturen, etwa durch VertrĂ€ge mit Zulieferern.

Bei einer öffentlichen Anhörung der australischen Productivity Commission zum Thema Recht auf Reparatur sprach sich iFixit-Chef Kyle Wiens fĂŒr Maßnahmen aus, um die Reparaturfreundlichkeit von EndgerĂ€ten wie Smartphones und Notebooks zu verbessern. iFixit zeigt seit Jahren Teardowns populĂ€rer GerĂ€te und bewertet, wie gut sich diese reparieren lassen. Parallel verkauft die Firma Werkzeug und Austauschkomponenten.

Über die Anhörung [1] berichtet die Webseite ZDNet [2]. Dabei ging es nicht nur um HĂŒrden wie verklebte Komponenten, die sich schwer austauschen lassen, sondern auch um KnebelvertrĂ€ge fĂŒr Zulieferer. So ist es laut Wiens hĂ€ufig nicht möglich, Austauschkomponenten bei den Herstellern direkt einzukaufen, obwohl sie Stangen- oder nur leicht angepasste Ware verwenden.

iFixit versuchte beispielsweise, Original-Akkus fĂŒr Samsungs Galaxy Earbuds beim deutschen Hersteller Varta zu kaufen. VertrĂ€ge zwischen Varta und Samsung wĂŒrden das aber verhindern. Apple hat eine Historie, modifizierte Hardware zu verbauen, die ausschließlich in eigenen GerĂ€ten funktioniert. Wiens wirft Apple zudem vor, Austauschkomponenten veralteter Produkte lieber zerstören zu lassen, als sie an Drittfirmen wie iFixit zu verkaufen.

Laut ZDNet denkt die australische Regierung ĂŒber die EinfĂŒhrung eines Reparatur-Scores bei ElektrogerĂ€ten nach, wie ihn schon Frankreich unter anderem bei Smartphones, PCs und Fernseher vorschreibt [3]. Hersteller mĂŒssen dort nach bestimmten Kriterien kenntlich machen, wie einfach (oder schwer) sich Produkte reparieren lassen. Ein solcher Score auf der Verpackung beziehungsweise im Online-Shop soll Druck auf die Hersteller ausĂŒben, da sie die Kaufentscheidung von Interessierten deutlich beeinflussen können.

Das Recht auf Reparatur ist derzeit weltweit ein Thema. US-PrÀsident Joe Biden arbeitet an einer entsprechenden PrÀsidialverordnung [4] und in der EU wird schon seit Ende 2019 an Gesetzen zur Reparaturfreundlichkeit gearbeitet [5].

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(mma [7])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-6144426

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.pc.gov.au/inquiries/current/repair/public-hearings
[2] https://www.zdnet.com/article/ifixit-ceo-names-and-shames-tech-giants-for-right-to-repair-obstruction/
[3] https://www.heise.de/news/Frankreich-fuehrt-Reparierbarkeits-Index-fuer-Elektronikprodukte-ein-5000768.html
[4] https://www.heise.de/news/Praesidialverordnung-fuer-mehr-Wettbewerb-und-fuer-ein-Right-to-Repair-6134039.html
[5] https://www.heise.de/hintergrund/Die-EU-bastelt-an-einem-Recht-auf-Reparatur-4564123.html
[6] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[7] mailto:mma@heise.de