Reporter ohne Grenzen listen "Gegner des Internet" auf
Alle Staaten seien aber durch das Internet in die Defensive geraten und "trÀumen von einem Internet unter Kontrolle".
Nordkorea, Saudi-Arabien und China gehören nach einem Bericht der französischen Journalisten-Hilfsorganisation Reporter ohne Grenzen [1] zu den radikalsten Gegnern des Internet. Es seien aber alle Staaten durch das Internet in die Defensive geraten und "trĂ€umen von einem Internet unter Kontrolle", hĂ€lt die in Paris ansĂ€ssige Organisation in ihrem Bericht [2] fest. Doch nur in Nordkorea gebe es das Internet ĂŒberhaupt nicht.
"Das Internet sprengt den traditionellen Rahmen, den es fĂŒr die Machtbeziehungen zwischen den Staaten und jenen gibt, die Informationen produzieren", heiĂt es in der 149-Seiten-Studie, die von der Organisation zusammen mit der Monatspublikation Transfert.net [3] erarbeitet worden ist. Trotz aller BemĂŒhungen gelinge es auch den autoritĂ€rsten Regierungen nicht, es wirklich zu kontrollieren.
Reporter ohne Grenzen wendet sich gegen noch stĂ€rkere gesetzliche HĂŒrden fĂŒr das Internet, "das ein ideales Werkzeug ist, um Zensur zu vereiteln". Auch in westlichen LĂ€ndern wie Frankreich, Deutschland und den USA habe es aus Furcht vor einem unkontrollierbaren Internet Versuche gegeben, es mit restriktiven Gesetzen einzuengen. (dpa) / (jk [4])
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[2] http://www.rsf.fr/uk/homennemis.html
[3] http://www.transfert.net/
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