Satelliten-Firma OneWeb stellt US-Insolvenzantrag
(Bild: sdecoret/Shutterstock.com)
OneWeb wollte weltweites Internet per Satellit bereitstellen, nun sucht das Unternehmen im Insolvenzverfahren Schutz vor seinen GlÀubigern.
Die Satelliten-Firma OneWeb, die fĂŒr weltumspannende Internet-Versorgung aus dem All sorgen wollte, sucht in einem US-Insolvenzverfahren Schutz vor ihren GlĂ€ubigern. Angestrebt werde ein Verkauf des Unternehmens, wie OneWeb in der Nacht zum Samstag mitteilte. Unter den GlĂ€ubigern ist auch der europĂ€ische TrĂ€gerraketen-Spezialist Arianespace, dem OneWeb laut Insolvenzantrag gut 238 Millionen Dollar schuldet.
Neue Finanzierung gescheitert
OneWeb brachte bisher 74 Satelliten ins All [1] und stellte die HĂ€lfte der benötigten 44 Bodenstationen fertig. FĂŒr einen weltweiten Dienst mĂŒssten aber noch mehrere hundert Satelliten in die Umlaufbahn geschossen werden.
OneWeb erklĂ€rte [2], man sei kurz davor gewesen, eine neue Finanzierung zu bekommen, das Verfahren sei aber von der Coronavirus-Krise torpediert worden. Zentraler Anteilseigner von OneWeb ist der japanische Technologiekonzern Softbank, der aktuell selbst mit sinkenden Aktienkursen und Druck von Investoren zu kĂ€mpfen hat. Softbank hat erst vor wenigen Tagen angekĂŒndigt, Beteiligungen im Wert von 41 Milliarden Dollar abzustoĂen.
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OneWeb tritt gegen viel Konkurrenz an. Auch MilliardĂ€re wie Tesla-Chef Elon Musk mit seiner Raumfahrtfirma SpaceX und Amazon-GrĂŒnder Jeff Bezos wollen Satelliten-Netze zur Internet-Versorgung aufbauen. (tiw [3])
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[2] https://www.oneweb.world/media-center/oneweb-files-for-chapter-11-restructuring-to-execute-sale-process
[3] mailto:tiw@heise.de
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