Schily: Internet zieht Betrüger an

Der zunehmende Zahlungsverkehr über das Internet hat Deutschland nach Angaben des Bundesinnenministers zu einem Aktionsfeld von Betrügern werden lassen.

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  • dpa

Der zunehmende Zahlungsverkehr über das Internet hat Deutschland nach Angaben von Bundesinnenminister Otto Schily zu einem Aktionsfeld international organisierter Betrüger werden lassen. Die Sicherheitsbehörden müssten sich deshalb etwas einfallen lassen, um gegen die Internet-Kriminalität vorzugehen, sagte Schily am Montag in Berlin anlässlich eines Fachforums "Sicherheit des Zahlungsverkehrs".

Sicherheit sei ein wichtiger Standortfaktor, betonte Schily. "Deutschland ist im internationalen Vergleich eines der sichersten Länder." Dabei solle es auch bleiben. In Deutschland gebe es mittlerweile mehr als 90 Millionen Zahlungskarten, wie EC-Karten oder Kreditkarten. Online-Banking und E-Commerce gewännen zunehmend an Bedeutung. Inzwischen gibt es nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden eine neue Form der Internet-Kriminalität, den "Identitätsdiebstahl", also die Vortäuschung einer anderen Identität.

Nach Angaben des Innenministeriums nehmen die Fälle von Kreditkartenbetrug weiter zu. 2000 werde – bei sonst zurückgehenden Fallzahlen – mit einem Zuwachs von etwa 20 Prozent gerechnet. 1999 war dieser Kriminalitätsbereich drastisch um 40 Prozent auf erfasste 36.000 Fälle gewachsen. Mit neuen Sicherheitsvorkehrungen soll dieser Betrug eingedämmt werden. Dazu zählen biometrische Verfahren zur Identitätsfeststellung wie der Fingerabdruck, das Abtasten der Iris oder Spracherkennung. Große Kreditkartenunternehmen wollten zudem bis 2005 die relativ leicht zu lesenden Magnetstreifen durch eine neue Chip-Technologie ersetzen. (dpa)/ (cp)