SchnÀppchen-Schlacht von Aldi, Plus und Dell
Die neuen SchnÀppchen-PCs von Aldi (Medion Titanium MD XL), Dell (Dimension 4550) und Plus (4MBO P.C.V.O. 2400+) im Vergleichstest.
Von links nach rechts:
Dell Dimension 4550, Aldi Medion Titanium MD XL, Plus 4MBO P.C.V.O. 2400+
Dell Dimension 4550, Aldi Medion Titanium MD XL, Plus 4MBO P.C.V.O. 2400+
Manchmal macht es richtig SpaĂ, PC-KĂ€ufer zu sein. Gerade jetzt ist es wieder einmal so weit: Der Discounter Aldi, die Handelskette Plus und sogar der sonst so um SeriositĂ€t bemĂŒhte Direktversender Dell ĂŒberbieten sich mit prall ausgestatteten Sonderangebot-PCs (siehe auch: Discount-PCs: Von der SchnĂ€ppchenschlacht zur Schlammschlacht). Die c't-Redaktion hat sich die drei Systeme besorgt und getestet; angetreten sind der Medion Titanium MD XL von Aldi fĂŒr 1199 Euro, der 4MBO P.C.V.O. 2400+ von Plus fĂŒr 999 Euro und Dells Dimension 4550 fĂŒr 1174,40 Euro.
Den Anfang im SchnĂ€ppchen-Reigen macht der neue Aldi-PC. Er wird ab dem heutigen Mittwoch in Norddeutschland und ab Donnerstag dann in SĂŒddeutschland verkauft. Dass wir den Rechner ĂŒberhaupt schon vor dem Verkaufsstart testen konnten, verdanken wir nicht etwa Aldi, sondern einem Feiertag in Sachsen. Dort wurde der Rechner bereits am Dienstag angeboten, was uns Gelegenheit gab, ihn aus Sachsen quasi nach Hannover zu importieren.
Der Titanium MD 8000 XL wurde wie seine VorgĂ€nger von Medion gefertigt, die auch fĂŒr den 36-monatigen Vor-Ort-Service verantwortlich zeichnen. Das System glĂ€nzt mit ĂŒppiger Ausstattung: Auf einem von MSI gefertigten Board mit SiS648-Chipsatz thront eine Pentium-4-CPU mit 2,66 GHz Taktfrequenz. Ihr stehen 256 MByte Hauptspeicher (PC2700-2533) und eine ĂŒppige Schnittstellenausstattung zur Seite. Neben dem inzwischen ĂŒblichen 5.1-On-Board-Sound mit digitalem SPDIF-Ein- und Ausgang bietet das Board auch noch drei 1394- und fĂŒnf USB-2.0-Ports. Der sechste USB-Port steuert den an der GehĂ€usefront untergebrachten Card-Reader, ĂŒber dessen Einbauschacht auch noch drei USB-Ports, eine 1394-Buchse, der Game-Port, die TV-EingĂ€nge und die Audio-Ein- und AusgĂ€nge herausgefĂŒhrt wurden.
FĂŒr flotte Grafik auch bei Spielen sorgt eine AGP-Steckkarte von MSI mit Nvidias Geforce4Ti4200-Chip und 128 MByte Bildspeicher. Die Ausstattung komplettiert ein DVD-Laufwerk, ein CD-RW-Brenner und eine kombinierte TV- und Modem-Karte. Neben dem Betriebssystem Windows XP in der Home-Edition legte Medion noch die MS-Works-Suite 2003 und diverse Software-Zugaben in den Karton. Eine detaillierte Beschreibung der Hard- und Software aller drei getesten Rechner findet sich in der [#daten Tabelle "Technische Daten"].
Aldi-Testlauf
Bereits bei der ersten Inbetriebnahme des neuen Aldi-PCs fĂ€llt auf, dass der Hersteller Medion sich unsere Kritik am letzten Rechner dieser Serie zu Herzen genommen hat: Der neue Aldi-PC ist erstaunlich leise. Im Betrieb erzeugt der Rechner einen LĂ€rmpegel von gerade einmal 1,4 Sone (31,7 dBA), der unter Volllast auf 2,6 Sone respektive 39 dBA ansteigt. Das ist zwar immer noch nicht leise genug, um das GerĂ€t ins Wohnzimmer zu stellen, fĂŒr einen PC aus dem Supermarkt aber erstaunlich ruhig. Den FlĂŒsterbetrieb verdankt das GerĂ€t seinem LĂŒftungskonzept: Ăber eine im linken Seitenblech hinter einer Blende verborgenen Ăffnung saugt der extragroĂe CPU-LĂŒfter kalte AuĂenluft an und blĂ€st diese ĂŒber einen Luftschacht auf den CPU-KĂŒhler. Eine Regelung sorgt dafĂŒr, dass sich der 80-mm-LĂŒfter nur so schnell wie unbedingt nötig dreht.
FĂŒr weitere LĂ€rmminderung zeichnet das Fortron-Netzteil verantwortlich. Der Hersteller hat hier einen langsam drehenden, 120 mm groĂen LĂŒfter eingebaut, der die Warmluft aus dem GehĂ€use absaugt. Einzig der LĂŒfter auf der Grafikkarte hat noch konventionelle AusmaĂe und ist deshalb deutlich hörbar. Störender als dessen LĂ€rm ist allerdings das ZugriffsgerĂ€usch der Festplatte. Bei unseren Tests erreichte diese 3,1 Sone (40,9 dBA). Ein leiseres Modell und eine besser gedĂ€mpfte LaufwerksaufhĂ€ngung könnten hier Linderung bringen. Ebenfalls recht laut macht sich das CD-RW-Laufwerk bemerkbar. Hier ermittelten wir bei Zugriffen bis zu 6,3 Sone (50,6 dBA). Solange aber "48X" ein schlagkrĂ€ftiges Verkaufsargument ist, wird man wohl mit dieser LĂ€rmquelle leben mĂŒssen.
Als durchaus gelungen darf man das Design des Titanium MD 8000 XL bezeichnen. Der Tower hat eine schlichte Eleganz, die er vor allem den schicken Klappen vor den Laufwerken verdankt. Diese kaschieren geschickt die farblich nicht hundertprozentig passenden DVD- und CD-RW-Laufwerke, verhindern allerdings auch die Nutzung von deren KopfhörerausgÀngen. Die Klappe vor dem Multimedia-Schacht mit Card-Reader und Co. passt prima ins Design, wirkte aber etwas klapprig.
Bei unseren Spiele- und Anwendungstests (siehe [#test Tabelle "Testergebnisse"]) schlug sich der Aldi-PC sehr gut -- angesichts der gebotenen CPU- und Grafik-Power war das aber auch nicht anders zu erwarten. Einiges Kopfzerbrechen bereiteten uns dagegen die Ergebnisse der Audio-Messungen. Die an der GerĂ€terĂŒckseite herausgefĂŒhrten AnschlĂŒsse lieferten durchweg schlechtere Ergebnisse als die an der GerĂ€tefront, wie die eingeklammerten Messwerte in der Tabelle zeigen. Eigentlich wĂŒrde man erwarten, dass die ĂŒber recht lange Kabel an die GerĂ€tefront gefĂŒhrten Ein- und AusgĂ€nge schlechter arbeiten. Weitere RĂ€tsel gaben uns die SPDIF-Ports auf. Ein eingespeistes digitales 44,1-KHz-Signal landete auf dem Analogausgang mit einem Klirrfaktor von weit ĂŒber drei Prozent, wogegen 48-KHz-Signale ohne erkennbare Verzerrungen weitergereicht wurden. Speicherte man das via SPDIF eingespeiste Signal dagegen auf der Festplatte zwischen, so hatten weder 44,1- noch 48-KHz-Signale Verzerrungen.
Aldi liefert seinen Rechner ĂŒbrigens ohne Diskettenlaufwerk aus, ein mutiger Schritt, um einen weitere PC-Altlast ĂŒber Board zu werfen. Wer partout nicht auf die kleinen Plastikscheiben verzichten kann und mit dem Rechner liebĂ€ugelt, braucht aber nicht zu verzweifeln: Auf dem Board befindet sich nach wie vor ein Floppy-Port und im GehĂ€use ist auch noch Platz fĂŒr ein 3,5"-Laufwerk. Die nette Optik ist nach dieser UmrĂŒstung aber wohl perdĂŒ, passende Laufwerksblenden dĂŒrfte es kaum geben.
Zugaben: Boxen und Scanner
Neben dem Rechner bietet Aldi unter anderem auch noch einen Scanner und ein 5.1-Boxenset an. Bei letzterem handelt es sich um ein analoges Aktiv-Boxenset ohne Decoder. FĂŒnf gleiche Satelliten mit Ein-Weg-Breitband-Lautsprecherchassis mit 50 mm Membrandurchmesser und ein BassreflexgehĂ€use aus Holz mit eingebauten VerstĂ€rkern und der ĂŒbrigen Elektronik stecken in dem fĂŒr 39,90 Euro angebotenen Paket. Die LautstĂ€rke ist an der Bassbox fĂŒr Vorne, Hinten, Center und Bass getrennt regelbar. Im Akkustik-Labor ermittelten wir einen fĂŒr Boxen dieser Preisklasse recht ordentlichem Frequenzgang von 60 Hz bis 16 kHz. Erst bei groĂer LautstĂ€rke setzt weich ein leichtes Klirren ein. Der Bass wirkt ein wenig schwammig, aber fĂŒr die GröĂe der Schachtel noch gut. FĂŒr Entertainment-Anwendungen und DVD-Beschallung ist das System völlig ausreichend. HiFi-Enthusiasten sollten hier aber besser nicht zugreifen -- doch die geben ja auch gerne weit mehr Geld aus.
FĂŒr rund 65 Euro bietet Aldi mit dem Medion 786 einen Scanner mit 1200 Ă 2400 dpi Auflösung an. Das flache GerĂ€t beansprucht wenig mehr Platz auf dem Schreibtisch als ein DIN-A4-Blatt und wird per USB an einen Windows-PC (98 SE/ME/2000/XP) angekoppelt; ein externes NetzgerĂ€t ĂŒbernimmt die Stromversorgung. Die Steuerung via Windows erfolgt mit einem schmucklosen Utility, das die Basisfunktionen Kopieren/Drucken, E-Mail, Texterkennung sowie Scannen bereitstellt; zudem lĂ€sst sich per selbstdefinierbarem Button ein beliebiges Programm aufrufen. Die Programmzuordnungen erfolgen automatisch, können aber auch manuell angepasst werden.
Die Knöpfe der Windows-OberflĂ€che entsprechen denen an der GerĂ€tefront. Obendrein kann man damit Scanauflösung (75 bis 600 dpi), Helligkeit und Kontrast (-100 bis + 100) sowie Gamma korrigieren. Ein TWAIN-Modul erlaubt eine differenziertere Wahl der Scanparameter -- etwa Auflösungen zwischen 75 und 19200 dpi -- und die Festlegung von Scanausschnitt und Skalierung. Bei aufgewĂ€rmter Lampe dauert es etwa 11 Sekunden, bis die Vorschau sichtbar ist. Der Scan einer Textseite (DIN-A4) mit 200 dpi liegt nach 15 Sekunden vor, ein Foto im Format 12 cm à 18 cm hat der Medion bei 300 dpi Scanauflösung und 24 Bit Farbtiefe recht flott nach knapp 23 Sekunden abgetastet; fĂŒr die Version mit 48 Bit und 600 dpi braucht er rund 72 Sekunden. Die effektive Auflösung betrĂ€gt nach c't-Messung 740 Ă 610 dpi -- ein fĂŒr diese Preisklasse allemal befriedigendes Resultat.
Auf Wunsch arbeitet der Aldi-Scanner mit einer Farbtiefe von bis zu 48 Bit, was angesichts des Preises zu insgesamt ordentlichen Scans fĂŒhrt. Abgetastete Fotos fallen zwar etwas zu dunkel aus und zeigen einen leichten Rotstich, das lĂ€sst sich aber beispielsweise mit der beigefĂŒgten Bildbearbeitungssoftware PhotoExpress 4 SE von ULead beheben. Zur Texterkennung legt Medion TextBridge Pro in der Version 9.0 bei.
Dell hÀlt gegen
In derselben Preisregion wie Aldi bietet Dell derzeit seinen Dimension 4550 via Internet an. Ordert man das GerĂ€t dort, so erhĂ€lt man einen Rabatt von 100 Euro. Damit kostet der Rechner inklusive Versandkosten 1174,40 Euro. DafĂŒr bekommt man ein System mit 2,53-GHz-Pentium-4, stattlichen 512 MByte Hauptspeicher und einer kaum zu schlagenden Grafikkarte. Dell spendierte dem Rechner nĂ€mlich eine AGP-Karte mit ATIs neuem Radeon 9700 Chip, was dem Rechner zu Bestnoten bei unseren Spieletests verhalf.
Der eigentliche KnĂŒller des sehr solide aufgebauten Systems ist der DVD-Brenner. Der Direktversender setzte das neue NEC-Laufwerk ND-1100A ein, das DVD+R-Scheiben mit bis zu vierfacher und DVD+RW-Rohlinge mit immerhin noch 2,4-facher Geschwindigkeit brennt. FĂŒr das Schreiben einer DVD benötigten wir bei unseren Tests knapp 14 Minuten, damit wird auch ein Vollbackup oder die Kopie einer DVD nicht mehr zur Geduldsprobe. Audio-CDs und DVDs las das GerĂ€t ĂŒbrigens recht flott ein -- keinesfalls eine SelbstverstĂ€ndlichkeit bei DVD-Brennern. FĂŒr einige Verwirrung sorgte allerdings der Name des Brenners. Unter der Bezeichnung "1100A" vertreibt NEC nĂ€mlich auch seinen brandneuen Kombi-Brenner, der sowohl DVD+R- als auch DVD-R-Scheiben nutzen kann. Das im Dell verbaute Modell kann aber nur mit DVD+R- beziehungsweise DVD+RW-Medien umgehen.
Auch Dell versucht, dem Dimension 4550 das FlĂŒstern beizubringen. Der ProzessorkĂŒhler wird ĂŒber einen Kanal mit kalter Luft angeblasen, die ein groĂer 80-mm-LĂŒfter an der GerĂ€terĂŒckseite ansaugt. Im Netzteil sitzt ein weiterer LĂŒfter gleicher GröĂe, der Warmluft absaugt. Der dritte LĂŒfter im Bunde sitzt auf der Grafikkarte. Das Trio sorgt im Normalbetrieb fĂŒr einen LĂ€rmpegel von knapp 2,1 Sone (35,3 dBA), der unter Last auf 3,2 Sone ansteigt. Festplattenzugriffe sorgen fĂŒr bis zu 2,6 Sone und der DVD-Brenner macht sich im Betrieb mit bis zu 3,2 Sone (44,3 dBA) bemerkbar. Der Dimension 4550 ist damit vor allem im Normalbetrieb hörbar lauter als das GerĂ€t von Aldi. Hier fordert die hohe Grafikleistung offensichtlich ihren Tribut.
Bei den Soundmessungen schlug sich das System recht wacker: der Frequenzgang zeigte die Soundblaster-typischen EinbrĂŒche und Buckel bei den Höhen, dafĂŒr waren Klirrfaktor, Dynamik und Rauschabstand aber hervorragend. Auch der fest mit 48 KHz arbeitende SPDIF-Ausgang funktionierte wie erwartet. Weniger gut gefiel uns die Systemkonfiguration: Dell hatte weder das Service-Pack fĂŒr Windows XP noch den Intel Application Accelerator eingespielt -- schade eigentlich, den dieses Update sorgt fĂŒr ein deutlich schnelleres Laden von Programmen.
Plus: Zweiter Anlauf
Erst am 2. Dezember kommt der zweite Volks-PC in die Plus-Filialen im Bundesgebiet. Wir konnten dennoch bereits einen Test mit einem der ersten SeriengerĂ€te durchfĂŒhren, die am Dienstag bei 4MBO vom Fertigungsband gelaufen sind. Der fĂŒr 999 Euro angebotene PC arbeitet mit einem Asus-Board mit Nvidias nForce-2-Chipsatz, auf dem ein Athlon 2400+ thront. Zwei 128-MByte-Speicherriegel von Samsung (PC2700-2533) sorgen dafĂŒr, dass der Chipsatz das zweikanalige Speicherinterface voll ausnutzen kann. Wie der Aldi-PC glĂ€nzt auch der von Plus angebotene Rechner mit allen nur erdenklichen Schnittstellen (siehe [#daten Tabelle "Technische Daten"]); selbst der Card-Reader an der GerĂ€tefront fehlt nicht.
Bei der Grafik entschied sich 4MBO allerdings fĂŒr ein Modell ohne LĂŒfter und mit dem leistungsschwĂ€cheren Nvidia-Chip Geforce4MX-440-8X. Aktuelle Spiele lassen sich mit dem GerĂ€t aber dennoch ohne störende Ruckler nutzen. Erst mit der fĂŒr das erste Quartal nĂ€chsten Jahres angekĂŒndigten neuen Generation von Action-Spielen dĂŒrfte diese Grafikkarte ĂŒberfordert sein. Bei gĂ€ngigen Anwendungsprogrammen schlĂ€gt sich der Volks-PC aber ebenso wacker wie seine teureren Konkurrenten.
Den Rechner liefert 4MBO zusammen mit einer kabellosen Tastatur und einer entsprechenden Maus. Der besondere Clou des Systems ist aber die eingebaute WLAN-Karte. Mit dieser lĂ€st sich der Rechner ohne zusĂ€tzliche Kosten in ein bestehendes Funknetz einbinden. Es ist hier allerdings dringend erforderlich, die Vorinstallation auf die eigenen SicherheitsbedĂŒrfnisse anzupassen. Andernfalls steht der PC jedem anderen in Reichweite der WLAN-Karte zur freien VerfĂŒgung.
In Sachen GerĂ€uschentwicklung befindet sich der 4MBO-Rechner im Mittelfeld der hier getesteten Systeme. Im Normalbetrieb erreicht er mit 1,9 Sone gerade noch eine sehr gute Bewertung. Unter Last steigt der LĂ€rmpegel auf 2,3 Sone an. Damit ist er in dieser Betriebsart leiser als der Aldi-PC -- und das ganz ohne aufwendiges LĂŒftungskonzept. DafĂŒr schieĂt das GerĂ€t beim Zugriff auf das DVD-Laufwerk mit 7,2 Sone aber den Vogel ab. LĂ€rmempfindliche Zeitgenossen sie hier die Shareware CD-Bremse wĂ€rmstens ans Herz gelegt.
Bei den Soundmessungen bereitete uns der SPDIF-Ausgang einige Probleme. Es gelang uns erst einmal nicht, diesen mit akzeptabler QualitĂ€t in Betrieb zu nehmen -- weitere Nachforschungen sind also notwendig. Das Gleiche gilt fĂŒr die Energiespar-Optionen des Rechners. 4MBO liefert das GerĂ€t so konfiguriert aus, dass es im Standby nur den energiehungrigen S1-Modus nutzt. Damit verbraucht der Rechner in dieser Betriebsart satte 90 Watt , die anderen Systeme im Test nutzen dagegen den ACPI-S3-Modus und begnĂŒgen sich mit 2,2 beziehungsweise 4,9 Watt. Alle Versuche, den S3-Modus nachtrĂ€glich zu aktivieren, scheiterten bislang: Der Rechner lies sich zwar entsprechend umschalten, erwachte dann aber immer sofort aus den Standby-Modus.
Qual der Wahl
Drei PCs mit unterschiedlicher Ausstattung, welcher ist also der Richtige? Wie immer gibt es nur eine Antwort: Das hĂ€ngt vom Einsatzzweck ab. Wer eine flotte Spiele-Maschine sucht, keinen Wert auf Multimedia-Firlefanz legt und schon immer mit einem DVD-Brenner liebĂ€ugelte, der sollte bis zum 30. November bei Dell zugreifen. So lange gibt es nach aktuellem Stand den Dimension 4550 fĂŒr 1175 Euro.
Steht der Sinn dagegen eher nach einem flotten, aber leisen Rechner im schicken GehĂ€use, so lohnt ein Blick auf den Aldi-PC. Wer dann auch noch den Card-Reader und die satte Schnittstellenauswahl nutzen kann, der sollte frĂŒh aufstehen und versuchen, einen Titanium MD 8000 XL zu ergattern.
Die Neuauflage des Volks-PCs, den es ab dem 2. Dezember bei Plus geben wird, ist eher ein PC fĂŒr den, der den sparsameren Mittelweg wĂ€hlt. Das GerĂ€t ist in Sachen Schnittstellen beinahe ebenso gut ausgestattet wie der 200 Euro teurere Aldi-PC, bietet dafĂŒr aber keinen ganz so schellen Prozessor und eine etwas langsamere Grafikkarte.
Einen ausfĂŒhrlichen Test der drei Systeme sowie Tipps zur Optimierung der Windows-Installation wird c't in Ausgabe 25/2002 (ab 2. Dezember im Handel) veröffentlichen. Dort klĂ€ren wir dann auch, was bei der Installation von Linux auf den drei Systemen zu beachten ist.
[anchor daten]Technische Daten[/anchor]
| Typ | Titanium MD 8000 XL | Dimension 4550 | P.C.V.O. 2400+ |
vorh.: vorhanden; --: nicht vorhanden; k.A.: keine Angabe
1 siehe Text
2 Preis inklusive 100 Euro Internet-Gutschrift und 75,40 Euro Versandkosten.
1 siehe Text
2 Preis inklusive 100 Euro Internet-Gutschrift und 75,40 Euro Versandkosten.
[anchor test]Testergebnisse[/anchor]
| Typ | Titanium MD 8000 XL | Dimension 4550 | P.C.V.O. 2400+ |
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