Schutz vor Skimming: BKA fordert magnetstreifenlose EC-Karten
Die flĂ€chendeckende EinfĂŒhrung von EC- und Kreditkarten ohne Magnetstreifen könnte das immer hĂ€ufigere AusspĂ€hen von Daten an Geldautomaten verhindern, so das Bundeskriminalamt.
Als MaĂnahme gegen das 2010 stark angestiegene AusspĂ€hen der Daten von EC- und Kreditkarten an Geldautomaten fordert das Bundeskriminalamt magnetstreifenlose Karten, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Seit dem 1.1.2011 werden die Transaktionen zwischen Karte und Geldautomat im Euro-Raum von dem EMV-Chip abgewickelt, der die im Magnetstreifen enthaltenen Daten verschlĂŒsselt speichert und das FĂ€lschen von Karten unmöglich machen soll. Dennoch haben die meisten EC- und Kreditkarten weiterhin einen Magnetstreifen.
Laut Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung schlĂ€gt das BKA den Banken vor, standardmĂ€Ăig EC- und Kreditkarten ohne Magnetstreifen auszugeben und lediglich Kunden, die ihre Karten auch im auĂereuropĂ€ischen Ausland einsetzen, eine zweite Karte mit Magnetstreifen auszuhĂ€ndigen. Das sollen lediglich fĂŒnf Prozent der Bankkunden sein.
Laut Bundeskriminalamt wurden bereits im ersten Halbjahr 2010 so viele Skimming-FĂ€lle registriert wie im gesamten Vorjahr. Dabei manipulieren BetrĂŒger Geldautomaten, aber zunehmend auch Kartenterminals [1] und Kassen so, dass beim Einschieben der EC- oder Kreditkarte die Daten auf dem Magnetstreifen ausgelesen und gespeichert oder versendet werden. Gleichzeitig nimmt eine Kamera die PIN auf, die der Kartenbesitzer eingibt. Mit diesen Informationen ist es möglich, ein Duplikat der Karte herzustellen. (odi [2])
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[2] mailto:odi@ix.de
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