Siemens-ArbeitsplÀtze in Telefonwerken nicht betriebsintern zu retten
Ein von den BetriebsrÀten der Siemens-Telefonwerke in Bocholt und Kamp-Lintfort in Auftrag gegebenes Gutachten habe ergeben, dass die Kostenvorteile einer Produktion in Ungarn durch interne Rationalisierung nicht auszugleichen seien.
Die Hoffnung der BeschĂ€ftigten der Siemens-Telefonwerke in Bocholt und Kamp-Lintfort [1], ihre ArbeitsplĂ€tze durch betriebsinterne Rationalisierung und flexiblere Arbeitszeiten zu retten, haben sich zerschlagen. Ein von den BetriebsrĂ€ten in Auftrag gegebenes Gutachten der WirtschaftsprĂŒfungsgesellschaft Ernst&Young habe ergeben, dass die Kostenvorteile einer Produktion in Ungarn auf diese Weise nicht auszugleichen seien, sagte der Erste BevollmĂ€chtigte der IG Metall in Bocholt, Heinz Cholewa.
Siemens will die Produktion von Handys und schnurlosen Festnetztelefonen in ein geplantes neues Werk in Ungarn verlagern. In Bocholt und Kamp-Lintfort sollen nach Gewerkschaftsangaben rund 2000 ArbeitsplĂ€tze gestrichen werden. Die IG Metall wolle jetzt schnell mit Siemens ĂŒber tarifpolitische MaĂnahmen verhandeln, um die ArbeitsplĂ€tze zu retten, sagte Cholewa. Gleichzeitig mĂŒsse aber auch der politische und gesellschaftliche Druck auf den Konzern erhöht werden, damit er seiner Verantwortung fĂŒr die BeschĂ€ftigten und den Standort Deutschland gerecht werde. Am kommenden Freitag wollen BeschĂ€ftigte von Siemens bundesweit gegen die Verlagerung von ArbeitsplĂ€tzen nach Osteuropa demonstrieren. (dpa) / (jk [2])
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