Sky Deutschland verringert Verlust
Sky Deutschland sieht sich nach guten Zahlen im ersten Quartal auf dem Weg zu seinem Jahresziel: Erstmals will der Abo-Sender schwarze Zahlen schreiben - zumindest vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.
Der Bezahlsender Sky Deutschland [1] hat im ersten Quartal zahlreiche neue Kunden gewonnen und seinen Verlust fast halbiert. Unter dem Strich stand Ende MĂ€rz ein Minus von 37,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in MĂŒnchen mitteilte. Damit sieht sich der chronisch defizitĂ€re Sender auf Kurs fĂŒr sein Jahresziel, zumindest operativ Geld zu verdienen. Erreichen will dies der vom Medienunternehmer Rupert Murdoch kontrollierte Konzern durch steigende Abonnentenzahlen und höhere Erlöse pro Kunden.
In den ersten drei Monaten konnte Sky Deutschland beides stĂ€rker als erwartet steigern: Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verdiente Sky 5,8 Millionen Euro - im Vorjahr hatte hier noch ein Minus von 40,6 Millionen gestanden. Der Durchschnittsumsatz pro Kunde legte um 1,39 Euro auf 33,15 Euro zu. "Wir haben weiter daran gearbeitet, unser Unternehmen fĂŒr langfristiges Wachstum zu positionieren", sagte Konzernchef Brian Sullivan. Dabei profitierte der Sender aber auch von einer vergleichsweise geringen Anzahl an Live-Ăbertragungen. Dadurch konnten die Kosten im Zaum gehalten werden. Die Börse reagierte positiv auf die Zahlen: Die Aktie legte am Vormittag um gut 10 Prozent zu.
Die Zahl der Kunden stieg um 42 100 auf etwas mehr als 3,4 Millionen. Viele legten sich eine Zweitkarte zu, um das Abo-Fernsehen in verschiedenen RÀumen nutzen zu können. Der Umsatz wuchs im ersten Quartal wie von Analysten erwartet um 14 Prozent auf 364 Millionen Euro.
Den Ausblick fĂŒr das Gesamtjahr bekrĂ€ftigte Sullivan: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde in diesem Jahr positiv sein und danach stark weiterwachsen. Wann auch unter dem Strich schwarze Zahlen stehen werden, lieĂ das Unternehmen offen. Im vergangenen Jahr stand noch ein Minus von gut 195 Millionen Euro in den BĂŒchern des Konzerns. (nij [2])
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