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Solarworld: Rettungsplan von GlÀubigern genehmigt

Zwei HĂŒrden hat das Rettungspaket fĂŒr den SolarmodulHersteller Solarworld genommen. Nun haben die AktionĂ€re das letzte Wort bei dem großen deutschen Solarmodulhersteller. Auch sie sollen ihren Beitrag leisten.

Unsichere Zukunft: Solarmodul-Fertigung bei Solarworld

Unsichere Zukunft: Solarmodul-Fertigung bei Solarworld

(Bild: Solarworld)

GlĂ€ubiger des Solarmodul-Herstellers Solarworld [1] haben den Weg fĂŒr eine Sanierung des angeschlagenen Solarmodulherstellers freigemacht. Auch eine zweite Gruppe von AnleiheglĂ€ubigern stimmte dem Rettungsplan nahezu geschlossen mit 99,8 Prozent zu, wie das Unternehmen mitteilte [2]. Damit hat Vorstandschef Frank Asbeck eine weitere HĂŒrde genommen [3], um das mit mehr als 900 Millionen Euro verschuldete Unternehmen vor einer drohenden Insolvenz zu bewahren.

Die Anleihe-GlĂ€ubiger mĂŒssen bei dem Schuldenschnitt auf 55 Prozent ihres eingezahlten Kapitals verzichten. Im Tausch dafĂŒr sollen sie Solarworld-Aktien erhalten, die aber wenig wert sein werden. Bei der zweiten GlĂ€ubigerversammlung ging es um eine Anleihe in Höhe von 400 Millionen Euro. Eine erste GlĂ€ubigergruppe einer Anleihe im Volumen von 150 Millionen Euro hatte dem Rettungspaket bereits am Montag zugestimmt.

Nach dem Ja aller GlĂ€ubigergruppen haben die AktionĂ€re nun das Schlusswort. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung sollen sie am Mittwoch in Bonn bei einem drastischen Kapitalschnitt mitziehen. Statt 150 Aktien sollen sie nur noch eine im Depot haben – und das bei starken Kursverlusten in den vergangenen Jahren.

Der Schnitt trifft auch Asbeck, der allein rund 28 Prozent der Aktien hĂ€lt. Er will aber im Zuge der Sanierung rund 10 Millionen Euro frisches Geld investieren. Zudem will ein Großinvestor aus Katar mit 35 Millionen Euro einsteigen und außerdem ein Darlehen in Höhe von 50 Millionen Euro geben.

Dennoch dĂŒrfte es Solarworld nach Ansicht von Experten schwer fallen, aus den roten Zahlen herauszukommen. Allein 2012 betrug der Verlust knapp 480 Millionen Euro. Der Hersteller steckt in der Zange: Er muss sich in einem Markt behaupten, der von FörderkĂŒrzungen an den europĂ€ischen HeimatmĂ€rkten und unvermindert scharfer Konkurrenz aus Fernost geprĂ€gt wird. (jk [4])


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https://www.heise.de/-1930810

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.solarworld.de/home/
[2] http://www.solarworld.de/investor-relations/news-amp-veroeffentlichungen/ad-hoc-meldungen/
[3] https://www.heise.de/news/Die-Woche-der-Wahrheit-Rettung-von-Solarworld-unsicher-1929481.html
[4] mailto:jk@heise.de