Sony, Fujifilm, Terumo: Alle wollen Olympus 2 Kommentare
Hoffnung fĂŒr Olympus: Der Kamerahersteller habe mehr als drei Angebote von potenziellen Partnern erhalten. Darunter sind auch Sony und Fujifilm.
(Bild:Â Olympus)
Der von einem Bilanzskandal erschĂŒtterte Kamerahersteller Olympus [1] hat von mehreren Unternehmen Angebote ĂŒber Partnerschaften erhalten. Entsprechende Angebote seien unter anderem von Sony [2], Fujifilm [3] und Terumo [4] eingegangen, sagte der designierte Unternehmenschef Hiroyuki Sasa am Dienstag in Tokio. Olympus habe Gebote von "mehr als drei" potenziellen Partnern erhalten. Die anderen Interessenten nannte er nicht. Eine Entscheidung ĂŒber eine Partnerschaft könnte bereits im kommenden Monat erfolgen.
Spekulationen [5] ĂŒber eine Rettung von Olympus durch Konkurrenten gibt es bereits seit Monaten. Erst im Januar berichteten japanische Medien davon, dass Sony eine Kapitalbeteiligung von 20 bis 30 Prozent vorgeschlagen habe. Auch Panasonic [6] wurde bereits als möglicher Olympus-Retter gehandelt.
NÀchster PrÀsident steht schon fest
Der Medizintechnik-Experte Sasa [7] soll Olympus laut frĂŒheren Angaben aus der Krise fĂŒhren. Sasa, der bisher die Marketing-AktivitĂ€ten der Medizin-Sparte bei Olympus verantwortet, soll bei der AktionĂ€rsversammlung im April als nĂ€chster PrĂ€sident vorgeschlagen werden.
Der amtierende Chef des japanischen Unternehmens, Shuichi Takayama, will sich bei der fĂŒr den 20. April anberaumten AktionĂ€rsversammlung zurĂŒckziehen. Er ist unter den 18 frĂŒheren und aktiven Managern und BilanzprĂŒfern, die Olympus wegen der BilanzfĂ€lschungen auf Schadenersatz verklagt hat. Darunter ist auch der frĂŒhere Firmenpatriarch Tsuyoshi Kikukawa. Er soll der zentrale Drahtzieher des Bilanzbetrugs sein. Allein von ihm verlangt Olympus Schadenersatz in Höhe von 3,61 Milliarden Yen (37 Mio. Euro).
Bei Olympus wurden offenbar ĂŒber Jahre hinweg mithilfe aufgeblĂ€hter Ăbernahmedeals Verluste von 134,8 Milliarden Yen (rund 1,38 Mrd. Euro) verschleiert. Der Bilanzbetrug war erst im Herbst 2011 aufgeflogen, nachdem der entlassene Chef Michael Woodford an die Presse ging. Woodford war den BilanzunregelmĂ€Ăigkeiten auf die Spur gekommen und wurde von der damaligen Konzernspitze um Kikukawa entlassen. (ssi [8])
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[2] http://www.sony.de/section/home
[3] http://www.fujifilm.eu/de/
[4] http://www.terumo-europe.com/
[5] https://www.heise.de/news/Bericht-Sony-als-Olympus-Retter-1420572.html
[6] http://www.panasonic.de/html/de_DE/index_DE/index.html
[7] https://www.heise.de/news/Bericht-Naechster-Olympus-Chef-soll-ein-Medizintechnik-Manager-werden-1438995.html
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