Sony in der Krise: PC-Sparte wird verkauft
Es lĂ€uft nicht rund bei Sony, immer noch nicht, trotz aller BemĂŒhungen, aus der Krise herauszukommen. Nun wird die PC-Sparte verkauft, im Laufe eines Jahres sollen 5000 ArbeitsplĂ€tze wegfallen.
(Bild:Â dpa, Kimimasa Mayama)
Die BemĂŒhungen bei Sony, das KerngeschĂ€ft mit Unterhaltungselektronik zu sanieren, laufen schon seit einiger Zeit. Doch so richtig erfolgreich ist man damit nicht: Zwar kehrte Sony in den ersten neun Monaten des bis 31. MĂ€rz laufenden GeschĂ€ftsjahres dank des schwachen Yen mit einem Nettogewinn von 11,2 Milliarden Yen (82 Millionen Euro) in die schwarzen Zahlen zurĂŒck.
FĂŒr das beendete dritte GeschĂ€ftsquartal [1] weist Sony einen Umsatzzuwachs von 23,9 Prozent auf 2,412 Billionen Yen aus, der Nettogewinn lag bei 27 Milliarden Yen nach einem Verlust von 10,8 Milliarden Yen im gleichen Quartal des Vorjahrs. Am Ende des laufenden GeschĂ€ftsjahres soll laut den nun nach unten korrigierten Prognosen nun doch ein Verlust von 110 Milliarden Yen anfallen. Zuletzt hatte Sony noch einen Gewinn von 30 Milliarden Yen prognostiziert.
Weg mit dem PC-GeschÀft
Das zieht nun weitere Konsequenzen [2] fĂŒr die Restrukturierung nach sich. Die Verluste im GeschĂ€ft mit Fernsehern und Computern halten an, Sony rechnet nicht mehr damit, die beiden Sparten im Laufe des GeschĂ€ftsjahrs in die Gewinnzone zurĂŒckfĂŒhren zu können. Also verkauft Sony das PC-GeschĂ€ft [3] (mit der Marke Vaio) an eine Tokioter Investmentgesellschaft. Die Fernsehsparte wird in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert. Insgesamt sollen im Laufe eines Jahres (bis MĂ€rz 2015) rund 5000 ArbeitsplĂ€tze bei Sony wegfallen.
Dagegen meint Sony, in den Sparten Imaging (u.a. Digitalkameras, Videokameras, Profi-Equipment) und Spiele (Playstation, PC-Spiele) sowie im MobilgeschÀft, die man als die Kernbereiche ausgemacht habe, sei man mit der Restrukturierung gut vorangekommen.
Gemischte Bilanzen
In der Sparte "Mobile Products & Communications", in der derzeit noch das GeschĂ€ft u.a. mit Handys/Smartphones und PCs zusammengefasst ist, ergibt sich damit ein gemischtes Bild. Insgesamt wuchs der Umsatz um 44, 8 Prozent, der operative Verlust verringerte sich von 21,3 auf 12,6 Milliarden Yen. Dabei habe man einen starken Zuwachs beim Absatz von Smartphones erzielen können, auch deren durchschnittlicher Verkaufspreis sei gestiegen. Dagegen seien die VerkĂ€ufe von PCs stark zurĂŒckgegangen.
Die Imaging-Sparte steigerte den Umsatz im dritten GeschĂ€ftsquartal um 6 Prozent, der operative Gewinn lag bei 12,1 Milliarden Yen nach einem Verlust von 2,9 Milliarden Yen im gleichen Quartal des Vorjahrs. Die Spielesparte steigerte den Umsatz um 64,6 Prozent, der operative Gewinn kletterte um geschlagene 292,1 Prozent auf 18 Milliarden Yen. Das Wachstum fĂŒhrt Sony vor allem auf den erfolgreichen Start der Playstation 4 zurĂŒck. (jk [4])
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[1] http://www.sony.net/SonyInfo/IR/financial/fr/13q3_sony.pdf
[2] http://www.sony.net/SonyInfo/News/Press/201402/14-019E/index.html
[3] http://www.sony.net/SonyInfo/News/Press/201402/14-019E/index.html
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