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Sony will Sparte der Bildsensoren stÀrken und investiert

Christine Bruns
Sony

Sony rĂŒstet sich fĂŒr den schĂ€rferen Wettbewerb im Cloud-Gaming.

(Bild: dpa, -/kyodo/dpa)

Neue Kunden, mehr Profit: Um die EinbrĂŒche der letzten Jahre wieder auszugleichen, erweitert Sony seine KapazitĂ€ten und wirft ein Auge auf Logistikunternehmen.

Sony investiert, um die Bildsensoren wieder zu stĂ€rken. In den vergangenen Jahren gingen Sonys Gewinne in dieser Sparte deutlich zurĂŒck, bedingt durch den Einbruch der VerkĂ€ufe von Huawei-Smartphones. Huaweis Absatz sank rapide durch seine Position im Wirtschaftsstreit zwischen den USA und China [1]. Die Sparte der Bildsensoren machte 2019 als Sonys stĂ€rkster GeschĂ€ftsbereich rund 22 Prozent der UmsĂ€tze aus. Das soll im aktuellen GeschĂ€ftsjahr nach Angaben des Nachrichtenportals Asia Nikkei anders aussehen und auf rund 12,3 Prozent zurĂŒckgehen.

Diesen deutlichen Einbruch will Sony ausgleichen und sucht daher neue Kunden. Dabei hat der Chiphersteller gleich zwei Bereiche im Blick: chinesische Smartphone-Hersteller und die Logistikbranche. Dabei geht es in Letzterer um mehr als um Sensoren fĂŒr Überwachungskameras. Sony liefert Sensoren, die Lager ĂŒberwachen und bei deren Steuerung unterstĂŒtzen können. [2] Der „Warehouse Efficiency Service“ (Lagereffizienzservice) erkennt unter anderem Ankunft und Abfahrt von Lkw und analysiert die Be- sowie Entladezeiten. Sony sieht dafĂŒr einen Bedarf speziell in Japan, da 2024 die Gesetze ĂŒber die Arbeitszeiten von Lkw-Fahren deutlich verschĂ€rft werden sollen.

Doch dafĂŒr sind mehr ProduktionskapazitĂ€ten nötig, denn trotz der EinbrĂŒche ĂŒber den Großkunden Huawei, lasteten weitere große AuftrĂ€ge wie die von Apple die Anlagen so stark aus, dass sich neue Kunden schlecht integrieren ließen. Den ersten Schritt ging Sony bereits 2022 und erweiterte den Reinraumbereich des Nagasaki Technology Center um 60 Prozent. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Zudem plant der Hersteller eine weitere Fabrik in der japanischen PrĂ€fektur Kumamoto.

Die Produktion des neusten Bildsensors bereitete Probleme. Er arbeitet unter anderem auch im Dunkeln sehr gut, nutzt KI [3]und kommt in neuen Smartphone-Generationen zum Einsatz [4]. Laut Asia Nikkei dauerte die Massenproduktion jedoch zu lange. Sony zog daher an anderen Standorten Ingenieure ab, die in Nagasaki an Lösungen arbeiten, um sie zu optimieren.

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(cbr [6])


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[1] https://www.heise.de/news/Nationale-Sicherheit-in-Gefahr-USA-verbannen-Huawei-Geraete-vom-Markt-7357192.html
[2] https://www.sony-semicon.com/en/application/logistics/index.html
[3] https://www.heise.de/news/Nach-den-Kameras-die-Edge-Sony-will-Markt-mit-KI-Bildsensoren-dominieren-6055921.html
[4] https://www.heise.de/news/Sony-Sensor-soll-Bildqualitaet-beim-naechsten-iPhone-drastisch-steigern-7360989.html
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