Sourceforge sperrt "Schurken" aus
In Ăbereinstimmung mit ExporteinschrĂ€nkungen der US-Regierung blockiert eine der gröĂten Quellen von Open-Source-Software IP-Adressen aus LĂ€ndern wie Kuba und Syrien.
Wer von Kuba, Syrien, Iran, Sudan oder Nordkorea aus Open-Source-Software sucht, findet neuerdings weniger. Denn Sourceforge, Heimat vieler freier Projekte, sperrt seit Kurzem den HTTP-Verkehr aus diesen LĂ€ndern. Wie der "Community Editor" Lee Schlesinger in einem Blog-Eintrag [1] erlĂ€utert, sei die Firma durch die von der US-Regierung verhĂ€ngten Sanktionen gegen die genannten LĂ€nder gezwungen, deren Bewohner am Herunterladen der Software zu hindern. "EinschrĂ€nkungen beim freien Fluss von Informationen missfallen uns. Allerdings leben auch wir in der realen Welt und mĂŒssen uns an die Gesetze unseres Landes halten."
Die Liste [2] der "Schurkenstaaten" existiert schon seit Jahren, fĂŒr etliche davon hat sie die Regierung PrĂ€sident Obamas aktualisiert. Nach einem Bericht [3] von Arabcrunch sei jedoch bis Anfang dieses Jahres der lesende Zugriff und damit das Herunterladen auch aus diesen LĂ€ndern möglich gewesen. Lediglich die aktive Beteiligung durch eigenen Code oder Fehlerkorrekturen habe Sourceforge bislang verhindert. Ăhnliche BeschrĂ€nkungen gibt es dem Bericht zufolge auch bei anderen US-Sites, etwa Google Code. (ck [4])
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[1] http://sourceforge.net/blog/clarifying-sourceforgenets-denial-of-site-access-for-certain-persons-in-accordance-with-us-law/
[2] http://www.ustreas.gov/offices/enforcement/ofac/programs/index.shtml
[3] http://arabcrunch.com/2010/01/following-clintons-internet-freedom-speech-us-based-sourceforge-blocked-syria-sudan-iran-korea-cuba-is-open-source-still-really-open.html
[4] mailto:ck@ix.de
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