Stimmung in der deutschen Autobranche verbessert sich leicht
Immerhin: Stark positiv haben sich die Produktionserwartungen entwickelt.
(Bild: Volkswagen)
Trotz eines dramatischen Umsatzeinbruchs sind die deutschen Autokonzerne vorsichtig optimistisch fĂŒr die kommende Zeit.
Die Stimmung in der deutschen Autobranche hat sich ein StĂŒck weit aufgehellt, bleibt aber schlecht. Vor allem die aktuelle GeschĂ€ftslage beurteilen die Unternehmen weiter sehr negativ, wie das MĂŒnchner Ifo-Institut am Mittwoch (3. Juni 2020) mitteilte. âIm dunklen Keller steigt die Branche einige Treppenstufen hoch, sieht aber immer noch kein Lichtâ, sagte der Leiter der Ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe. Auch Personalabbau wird wahrscheinlicher.
Der Index der aktuellen GeschĂ€ftslage stieg zwar um 2,8 Punkte, fĂ€llt mit minus 84,4 Punkten aber immer noch sehr schlecht aus. Die Erwartungen hellten sich dagegen ein StĂŒck weit auf, sie bleiben aber negativ. Ihr Index stieg von minus 44,4 auf minus 13,4 Punkte.
Auch die Nachfragesituation wird weiter extrem schlecht eingeschÀtzt. Der entsprechende Indikator stieg zwar um fast 30 Punkte, liegt aber mit minus 78,7 immer noch eine Winzigkeit schlechter als auf dem Höhepunkt der Lehman-Krise. Weiterhin negativ beurteilen die Unternehmen ihren Auftragsbestand. Zudem wird der Bestand an fertigen Produkten als zu groà empfunden.
Produktion lÀuft wieder an
Stark positiv haben sich allerdings die Produktionserwartungen entwickelt. Ihr Index springt von minus 41,5 auf plus 22,7 Punkte. Es wollen also mehr Unternehmen ihre aktuell geringe Produktion wieder ausbauen. Dennoch dĂŒrften mehr ArbeitsplĂ€tze wegfallen. Der Index zur Personalplanung fiel im Mai um 18,3 auf minus 49,6 Punkte.
(mfz [1])
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