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Studie: Illegale Kopien sind ein internes Problem der Filmindustrie

Andreas Wilkens

Die meisten illegalen Filmkopien in Tauschbörsen stammen von Mitarbeitern der Filmindustrie, haben Forscher der AT&T Labs herausgefunden.

Fast 80 Prozent der auf Tauschbörsen gefundenen digitalen Kopien populĂ€rer Kinofilme stammen von Personen, die in der Filmindustrie arbeiten oder mit ihr zu tun haben. Dies haben laut New York Times die Forscher der AT&T Labs [1] herausgefunden, die 300 im Internet gefundene Filme untersucht haben. Die Autoren des Berichts schließen daraus, dass DVD-Kopien aus privaten Quellen ein weniger gewichtiges Problem sind als Veröffentlichungen von DVDs vor dem offiziellen Erscheinungstag. Eben solche stammen zum grĂ¶ĂŸten Teil von Mitarbeitern der Filmindustrie. Diese könnten in der Produktion oder Promotion tĂ€tig sein oder auch in der Jury der Academy Awards sitzen.

"Die Filmindustrie sollte zuerst die Löcher in den internen Prozessen stopfen, bevor sie womöglich die Verbraucher zur Rechenschaft zieht", zitiert der Bericht Lorrie Cranor von den AT&T Labs. FĂŒr die meisten Internetnutzer sind bislang Filmdateien aber noch zu unhandlich, meinen die Forscher. Daher sei die Gefahr illegal vertriebener Kopien fĂŒr die Filmindustrie nicht so groß wie fĂŒr die Musikindustrie. Die Filmindustrie wiederum sieht als eines der gravierendsten Probleme an, dass Zuschauer Camcorder mit in eine VorfĂŒhrung nehmen, den Film ablichten und danach ins Internet stellen. Die Forscher von Forrester Research glauben allerdings, dass die dadurch entstehenden Kopien minderer QualitĂ€t die Zuschauer nicht davon abhalten, ins Kino zu gehen oder sich spĂ€ter die DVD zu kaufen. (anw [2])


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https://www.heise.de/-85369

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.research.att.com
[2] mailto:anw@heise.de