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Studie: Lehrer sind keine IT-Muffel

Andreas Wilkens

Der IT-Branchenverband Bitkom widerspricht einem gÀngigen Klischee, dass Lehrer moderner Technik nicht zugeneigt seien. Eine Studie habe ergeben, sie seien "Teil der digitalen Avantgarde".

Die weiterfĂŒhrenden Schulen in Deutschland sind inzwischen vollstĂ€ndig an das Internet angeschlossen. Allerdings bietet nur fast jede zweite Schule der Sekundarstufe I (46 Prozent) einen Netzzugang in allen KlassenrĂ€umen, ergab eine Studie [1] des IT-Branchenverbandes Bitkom. Die Ausstattung in den unterschiedlichen Schulformen (Hauptschule, Realschule, Gemeinschaftsschule, Gymnasium) unterscheidet sich kaum.

Bitkom

Lehrer nutzen privat ĂŒberdurchschnittlich hĂ€ufig Computer, Tablets oder Smartphones

(Bild: Bitkom)

Im Gegensatz zu einem gĂ€ngigen Klischee seien Lehrer keine IT-Muffel, sondern "Teil der digitalen Avantgarde", sagte Bitkom-PrĂ€sident Prof. Dieter Kempf am Mittwoch in Berlin. Ihre private Ausstattung mit GerĂ€ten wie Notebooks und Tablet Computer sowie ihr Interesse an moderner Technik seien ĂŒberdurchschnittlich. Da die GerĂ€te in den Schulen hĂ€ufig nicht dem Stand der Technik entsprechen, bringen der Studie zufolge 57 Prozent der Lehrer ihr privates Notebook mit.

Jedes zweite Klassenzimmer ist online (0 Bilder) [2]

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Jeder zweite von 502 befragten Lehrern wĂŒrde gerne hĂ€ufiger elektronische Medien im Unterricht einsetzen. "Das scheitert jedoch hĂ€ufig an fehlenden GerĂ€ten und dem tatsĂ€chlichen oder befĂŒrchteten Aufwand", sagte Kempf. Jeder fĂŒnfte Lehrer verzichte auf den Einsatz aus der Sorge, dass die Technik versagen könne.

Zur Grundausstattung fast aller Schulen gehören heute zu 99 Prozent Desktop-Rechner und zu 89 Prozent Notebooks. Beamer haben 98 Prozent der Schulen, digitale Foto- und Videokameras 91 Prozent. 83 Prozent der Lehrer geben an, dass es an ihrer Schule spezielle Lernprogramme gibt, 80 Prozent können ein Schulnetzwerk nutzen, etwa fĂŒr den Zugriff auf Unterrichtsmaterialien. Zwei Drittel der Lehrer berichten, dass es interaktive Whiteboards oder Smartboards an ihrer Schule gibt. Tablet-Computer gibt es hingegen an 18 Prozent der Schulen, E-Book-Reader an 4 Prozent.

Kempf fordert, "jeder SchĂŒler sollte ein EndgerĂ€t wie einen Tablet Computer oder ein Notebook zu VerfĂŒgung haben". Außerdem sollte es systematische und verbindliche Weiterbildungsmöglichkeiten fĂŒr alle Lehrer geben. (mit Material der dpa) / (anw [4])


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[1] http://www.bitkom.org/de/presse/8477_79291.aspx
[2] https://www.heise.de/bilderstrecke/1217037.html?back=2184385;back=2184385
[3] https://www.heise.de/bilderstrecke/1217037.html?back=2184385;back=2184385
[4] mailto:anw@heise.de