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Studie: MobilfunkfeldstÀrken in Hessen liegen weit unter Grenzwerten

Angela Meyer

Die im Auftrag der Brancheninitiative Informationszentrum Mobilfunk gemessenen StÀrken der von Mobilfunksendeanlagen ausgehenden elektromagnetischen Felder in Hessen liegen weit unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte.

Die StĂ€rke der von Mobilfunksendeanlagen ausgehenden elektromagnetischen Felder in Hessen liegt weit unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Zu diesem Ergebnis komme eine landesweite Messreihe [1] des TÜV Nord [2], erklĂ€rte das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF [3]). Die von den Mobilfunknetzbetreibern gegrĂŒndete Brancheninitiative habe die unter Schirmherrschaft des Hessischen Ministeriums fĂŒr Umwelt, lĂ€ndlichen Raum und Verbraucherschutz [4] stehenden Messungen in Auftrag gegeben, um einen sachlichen Beitrag zur AufklĂ€rung der Bevölkerung ĂŒber die Eigenschaften von Mobilfunkfeldern zu leisten. Vertreter von 24 StĂ€dten in Hessen seien im Vorfeld der Messreihe gebeten worden, VorschlĂ€ge fĂŒr Messorte einzureichen, was breit genutzt worden sei.

Entsprechend den Empfehlungen der Kommunen seien zahlreiche Orte mit sensiblen Nutzungen wie KindergĂ€rten und Schulen oder Wohnbereiche in unmittelbarer Nachbarschaft von Mobilfunkantennen untersucht worden. An den ĂŒber 100 Messpunkten hĂ€tten die TÜV-Ingenieure Mobilfunkfelder in nur minimaler Höhe gefunden. Selbst der grĂ¶ĂŸte ermittelte Wert in Hessen habe nur 1,3 Prozent des gĂŒltigen Grenzwertes bezogen auf die Leistungsflussdichte erreicht. Die Mehrheit der Messwerte habe unterhalb von 0,1 Prozent gelegen.

Die Auswertung der Messergebnisse zeige darĂŒber hinaus, dass der von einigen Kommunen geforderte Sicherheitsabstand von 100 Metern oder mehr um Schulen, KindergĂ€rten oder KrankenhĂ€user nicht zielfĂŒhrend sei, da in den RĂ€umen und Wohnungen direkt unterhalb einer Sendeantenne die Immission hĂ€ufig deutlich geringer als in grĂ¶ĂŸerem Abstand außerhalb des GebĂ€udes sei. Die Messreihe zeige zudem, dass andere Funkquellen wie etwa TV- und Radio-Sender zum Teil deutlich höhere Immissionen als Mobilfunksendeanlagen erzeugen.

Bei der Messreihe hĂ€tten die TÜV-Experten erstmals seit der Aufnahme des Regelbetriebs Anfang 2004 die Gesamtimmission der vier UMTS-Mobilfunknetze untersucht. Dabei stellten sie einen erwarteten leichten Anstieg fest, wobei die aufsummierten Leistungsflussdichten aber an allen Messpunkten nur Bruchteile des zulĂ€ssigen Grenzwertes ausgeschöpft hĂ€tten.

Die Messungen wurden nach den QualitĂ€tsstandards der Regulierungsbehörde fĂŒr Telekommunikation und Post (Reg TP) durchgefĂŒhrt, erklĂ€rte das IZMF weiter. Die Messergebnisse aller Außenmesspunkte sollen in die öffentliche Datenbank der Behörde aufgenommen werden.

Messergebnisse und Bewertung aus technischer und biologischer Sicht wie auch alle Informationen zum Messverfahren sollen ab Juli auch auf der IZMF-Website [5] zum Download bereitstehen. Außerdem wolle das IZMF bei öffentlichen Veranstaltungen in Gießen (1. Juli), Kassel (8. Juli) und Darmstadt (15. Juli) ĂŒber die Ergebnisse der Messreihe informieren sowie Workshops fĂŒr die Vertreter der Kommunen veranstalten. (anm [6])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-103419

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.izmf.de/html/de/37947.html
[2] http://www.tuev-nord.de/index.asp
[3] http://www.izmf.de/html/de/36652.html
[4] http://www.hmulv.hessen.de
[5] http://www.izmf.de
[6] mailto:anm@ct.de