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Twitter: Schluss mit Moments auf iOS- und Android-GerÀten

Michael Link
Twitter: Schluss mit Moments in iOS- und Android-GerÀten

Der Kurznachrichten-Dienst Twitter macht kurzen Prozess mit Moments in Apps fĂŒr mobile GerĂ€te.

(Bild: (CY0))

Twitter schickt die Moments-Funktion in iOS- und Android-GerÀten in Rente.

StandesgemĂ€ĂŸ per Tweet kĂŒndigte der Kurznachrichten-Dienst Twitter an, dass er seine Moments-Funktion ab dem 23. Oktober aus MobilgerĂ€ten entfernt. Als BegrĂŒndung nennt die Firma, dass sie gelegentlich Funktionen entferne, die nicht so oft genutzt werden.

Offenbar freundeten sich bislang nur wenige Nutzer mit der Moments-Funktion an. Zur ErklĂ€rung: Moments sind Tweet-Sammlungen, die jeder Nutzer erstellen kann. Damit lĂ€sst sich beispielsweise eine Geschichte erzĂ€hlen und mit Tweets verschiedener Nutzer aufwerten. Zwar kann jeder Nutzer seine Moments auch selbst veröffentlichen, doch Twitter sammelt sie ebenfalls und veröffentlicht einige zentral. Mit wenig Erfolg allerdings. Der Account TwitterMoments [1] hatte nur 613.000 Follower, die sich fĂŒr die kurzen Geschichten interessierten, in denen man thematisch passende Tweets zu Moments verarbeiten kann. Zum Vergleich: Der Twitter-Account von Popstar Katy Perry [2] hat gegenwĂ€rtig rund 107 Millionen Follower, das Gezwitscher von US-PrĂ€sident Trump [3] haben etwa halb so viele auf ihrer Nachrichtenliste.

Anders als man annehmen könnte, haben Twitter-Moments kein Verfallsdatum, wie es beispielsweise Facebook-Stories und Snapchat bieten. Anders als Facebook, bei denen die Stories-Funktion leicht zugĂ€nglich ist, muss man die Moments-Funktion bei Twitter etwas suchen: WĂ€hrend das herkömmliche Twittern direkt von der Startseite möglich ist, ist zum Erstellen von Moments zunĂ€chst ein Klick ins MenĂŒ erforderlich. Das gilt fĂŒr die App und fĂŒr den Zugriff ĂŒber die WeboberflĂ€che. Zudem macht das Zusammenklicken der Moments aus eigenen oder fremden Tweets vielen Nutzern offenbar zu viel Arbeit.

Twitter-Moments werden nach dem 23. Oktober weiterhin ĂŒber die Desktopansicht der WeboberflĂ€che nutzbar sein. Wer sie also weiterhin nutzen will, kann sie damit zumindest am Notebook oder stationĂ€ren Computer erstellen. (mil [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-4186303

Links in diesem Artikel:
[1] https://twitter.com/TwitterMoments
[2] https://twitter.com/katyperry
[3] https://twitter.com/realDonaldTrump
[4] mailto:mil@heise.de