US-Regierung legt Gesetzespaket zur Cybersicherheit vor
Zwei Jahre nachdem der US-PrĂ€sident der Sicherheit der IT-Systeme höchste PrioritĂ€t eingerĂ€umt hat, liegt beiden HĂ€usern des US-Parlaments nun ein Gesetzespaket fĂŒr die Verbesserung der IT-Systeme des Landes und der BĂŒrger vor.
Die US-amerikanische Regierung hat den beiden HĂ€usern des US-Parlaments den Entwurf fĂŒr ein Gesetzespaket [1] (PDF-Datei) zur Sicherung der IT-Systeme des Landes und der BĂŒrger vorgelegt. Mit dem Vorhaben sollen bisher bereits existierende Gesetze, in denen es beispielsweise um den Datenschutz und die Sicherheit der Infrastruktur sowie die Sanktionierung von VerstöĂen geht, umfangreich ergĂ€nzt und ĂŒberarbeitet werden. Ziel ist es, die Verbraucher, die Systeme der Behörden und vor allem die fĂŒr die Wirtschaft wichtige Infrastruktur besser zu schĂŒtzen.
US-PrĂ€sident Barack Obama löst damit ein Versprechen ein, das er vor fast genau einem Jahr abgegeben hat, als er den Risiken des Cyberspace oberste PrioritĂ€t eingerĂ€umt [2] hat. In beiden HĂ€usern des Parlaments seien wĂ€hrend der vergangenen Legislaturperiode zusammengenommen 50 GesetzentwĂŒrfe eingereicht worden, in denen es um Cyber-Sicherheit geht, heiĂt es in einer ErlĂ€uterung [3] (PDF-Datei) zu dem Gesetzespaket. Damit sei auf die stark angestiegene Zahl von Angriffen auf wichtige Systeme sowie die zunehmenden cyberkriminellen Akte der vergangenen zehn Jahre reagiert worden. Die US-Regierung habe nach ĂberprĂŒfen bestehender Gesetze erkannt, dass diese aktualisiert werden mĂŒssten, damit die Systeme besser geschĂŒtzt werden. Das soll mit Hilfe des Gesetzespakets nun geschehen.
Ein Problem in den Augen der US-Regierung ist beispielsweise, dass es fĂŒr die Hilfestellung, die das Ministerium fĂŒr Heimatschutz fĂŒr die Analyse von Gefahren aus dem Cyberspace anbietet, keine klaren Richtlinien gibt. Dadurch werde das Ministerium ausgebremst. Die US-Regierung will auch dafĂŒr sorgen, dass Informationen ĂŒber Bedrohungen unter den Behörden, aber auch mit der Privatwirtschaft, besser ausgetauscht werden. Und da Systeme der kritischen Infrastruktur zunehmend dem Internet angeschlossen werden, will die US-Regierung dafĂŒr sorgen, dass sich die System-Betreiber der Probleme bewusst werden, die damit verbunden sind.
BĂŒrger, die von einem Datenleck betroffen sind, sollen nach dem Willen der US-Regierung von den System-Betreibern darĂŒber informiert werden mĂŒssen. Die einzelnen Verbraucher sollen sich so nicht nur ĂŒber mögliche Gefahren bewusst werden, die Unternehmen sollen auch motiviert werden, ihre IT-Systeme besser abzusichern. DafĂŒr soll das momentan existierende Flickwerk von 47 verschiedenen Vorschriften in den US-Bundesstaaten fĂŒr das Melden von datenschutzrelevanten VorfĂ€llen vereinheitlicht werden. (anw [4])
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[1] http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/omb/legislative/letters/Law-Enforcement-Provisions-Related-to-Computer-Security-Full-Bill.pdf
[2] https://www.heise.de/news/US-Praesident-Obama-Der-Cyberspace-ist-ebenso-real-wie-die-Risiken-die-mit-ihm-entstehen-220417.html
[3] http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/fact_sheet-administration_cybersecurity_legislative_proposal.pdf
[4] mailto:anw@heise.de
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