US-Zeitung veröffentlicht Liste von Lehrern mit Disziplinarstrafen
Die ursprĂŒnglich nur Mitgliedern einer Lehrerorganisation zugĂ€ngliche Liste kann nun von allen Eltern online nach "schwarzen Schafen" durchsucht werden.
Die Redaktion des Sarasota Herald-Tribune hat eine unvollstĂ€ndige Kopie einer Datenbank von Floridas Bildungsministerium erhalten, mit der nach Lehrern gesucht werden kann, die aufgrund irgendeines Vergehens diszipliniert worden sind, und sie auch gleich ins Web gestellt [1]. Damit will die Zeitung allen Eltern die Möglichkeit bieten, nach schwarzen Schafen unter den Lehrern zu suchen. Bevor ein Lehrer eingestellt wird, geben die Bildungsministerien oft zur ĂberprĂŒfung den Namen in der "Clearinghouse" genannten Datenbank ein. Parallel zur Veröffentlichung der Liste hat der Herald-Tribune auch eine Serie von Artikeln [2] publiziert, in denen es um Lehrer in Florida geht, die SchĂŒler sexuell belĂ€stigt, geschlagen oder beschimpft haben und dennoch weiterhin ihren Beruf ausĂŒben dĂŒrfen.
Die Liste wird von der National Association of State Directors of Teacher Education and Certification (NASDTEC [3]) fĂŒr alle Staaten zusammengestellt und ist eigentlich nur Mitgliedern der Organisation zugĂ€nglich. Sinn der Liste ist, es entsprechend belasteten Lehrern zu erschweren, eine neue Anstellung in einem anderen Bundesland zu suchen. In Florida haben Staatsangestellte eine Kopie der Liste aufbewahrt, weswegen sie nach dem Recht des Bundesstaats öffentlich zugĂ€nglich gemacht werden muss. Aus diesem Grund hatte die Zeitung sie schlieĂlich erhalten. Nach Lehrern in Florida, die in der Liste verzeichnet sind, kann man inzwischen auch auf der Website [4] des Bildungsministeriums suchen.
Wie die Zeitung bemerkt [5], ist die Liste unvollstĂ€ndig und mangelhaft. FĂŒr Kalifornien sind beispielsweise 6000 Lehrer eingetragen, fĂŒr Hawaii nur 2. Die unterschiedlichen Nennungen rĂŒhren auch daher, dass die einzelnen Bundesstaaten nicht nach einem einheitlichen MaĂstab vorgehen. In manchen werden auch kleine Probleme wie eine NichtzurĂŒckzahlung eines Schulkredits gemeldet, in anderen nur schwere, die zu einer strafrechtlichen Verurteilung fĂŒhren. Die Meldung an die Organisation erfolgt freiwillig, daher haben die Ministerien groĂen Spielraum. Die von der Zeitung zugĂ€nglich gemachte Liste enthĂ€lt 24.500 der insgesamt 34.000 Namen Zudem ist dort nur angegeben, dass es eine Strafe gegeben hat, nicht aber der Grund und das StrafmaĂ. Das aber könne man normalerweise leicht bei dem jeweiligen Bildungsministeriums des Bundesstaats herausbekommen, versichert die Zeitung. (fr [6])
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Links in diesem Artikel:
[1] http://www.heraldtribune.com/article/20071219/NEWS/997571940
[2] http://www.heraldtribune.com/apps/pbcs.dll/section?CATEGORY=MULTIMEDIA0202
[3] http://www.nasdtec.org/
[4] http://www.myfloridateacher.com/discipline/summary.aspx
[5] http://www.heraldtribune.com/article/20071221/NEWS/712210445
[6] mailto:fr@heise.de
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