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Uber rutscht vor geplantem Börsengang tiefer in die roten Zahlen

Oliver BĂŒnte
Uber

Die Firmenzentrale des Fahrdienst-Vermittlers Uber in San Francisco.

(Bild: dpa, Eric Risberg)

Uber fĂ€hrt im dritten Quartal einen riesigen Verlust ein. FĂŒr den 2019 geplanten Börsengang sei man aber gut gerĂŒstet, sagt Uber.

Der US-Fahrdienstleister Uber hat seinen Verlust im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahresquartal von 891 Millionen auf 1,07 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 950 Millionen Euro, gesteigert. Das berichtet die New York Times am Mittwoch unter Berufung auf den GeschĂ€ftsbericht von Uber. Insgesamt summieren sich die Verluste der vergangenen drei Quartale des laufenden GeschĂ€ftsjahrs auf 2,5 Milliarden US-Dollar. 2017 fuhr Uber ĂŒber das gesamte Jahr Verluste von 4,5 Milliarden US-Dollar ein.

Im dritten Quartal setzte Uber rund 2,95 Milliarden US-Dollar um, eine Steigerung von 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit fiel das Wachstum deutlich geringer aus als im letzten Quartal. Da hatte das Wachstum noch 51 Prozent betragen.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi verteidigte am Dienstag auf einer Technologiekonferenz des Wall Street Journal die RentabilitĂ€t seines Unternehmens. In einigen MĂ€rkten wĂŒrde Uber mit seinem FahrgeschĂ€ft nach Abzug der Kosten von dort ansĂ€ssigen Betriebsteams, Fahrern und regionalen Kosten Gewinne erwirtschaften. In den USA sei das GeschĂ€ft dagegen noch nicht rentabel. "In den USA, unserem grĂ¶ĂŸten Markt, befinden wir uns in einem großen Kampf" mit dem Erzrivalen Lyft, sagte er.

Trotzdem ist Khosrowshahi zuversichtlich, dass der Börsengang 2019 [1] gelingt. Geplant ist er fĂŒr das zweite Halbjahr 2019. GegenĂŒber Investoren soll der Uber-Chef verlauten lassen, dass es schon im ersten Halbjahr der Fall sein könnte, wie Bloomberg berichtet [2]. Dann will auch Konkurrent Lyft an die Börse gehen.

FĂŒr den Börsengang scheint Uber trotz der verlustreichen GeschĂ€fte gut gerĂŒstet zu sein. Über rund 6,55 Milliarden US-Dollar flĂŒssiges Kapital verfĂŒge das Unternehmen zum Quartalsende, darin seien noch nicht die 500 Millionen US-Dollar, die Toyota in Uber investiert hat [3], schreibt Bloomberg. Der Unternehmenswert von Uber liegt damit bei etwa 72 Milliarden US-Dollar. Goldman Sachs und Morgan Stanley kommen auf eine Börsenbewertung von rund 120 Milliarden US-Dollar.

Um vor dem Börsengang gut dazustehen, hatte sich Uber von verlustreichen GeschĂ€ften in Russland, China und anderen asiatischen LĂ€ndern zurĂŒckgezogen [4]. Stattdessen setzt das Unternehmen auf andere MĂ€rkte, die mehr Potenzial versprechen, auf den Verleih von FahrrĂ€dern und Tretrollern und baut das 2015 gestartete Food-Delivering-GeschĂ€ft Uber Eats aus. Das soll ein schnelles Wachstum hinlegen, heißt es bei der New York Times [5]. Die Buchungen des Lieferdienstes ĂŒber eine separate App sollen vom letzten zu diesem Jahr um 150 Prozent gestiegen sein.

Da Uber noch nicht an der Börse gelistet ist, muss es als privates Unternehmen seine GeschĂ€ftszahlen nicht veröffentlichen. Uber gibt einen Teil seiner GeschĂ€ftszahlen aber an ausgewĂ€hlte Medien weiter. HĂ€ufig dringen Teile der Quartalszahlen auch ĂŒber Investoren des Unternehmens an die Öffentlichkeit. (olb [6])


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https://www.heise.de/-4221570

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Uber-und-Lyft-draengen-an-die-Boerse-4192765.html
[2] https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-11-14/uber-revenue-slows-as-quarterly-loss-surges-to-1-1-billion
[3] https://www.heise.de/news/Autonomes-Fahren-Toyota-investiert-500-Millionen-US-Dollar-in-Uber-4146802.html
[4] https://www.heise.de/news/Uber-arbeitet-in-Suedostasien-mit-dem-Konkurrenten-Grab-zusammen-4003693.html
[5] https://www.nytimes.com/2018/11/14/technology/uber-losses-initial-public-offering.html
[6] mailto:olb@heise.de