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Unternehmensbefragung: Corona trÀgt zum Risiko von Cyberangriffen bei

(Bild: Katya Rekina/Shutterstock.com)

Schon vor Corona war es um die IT-Sicherheit in vielen Firmen nicht gut bestellt. Pandemiebedingte Einbußen und Homeoffice verstĂ€rken das Problem, wird gewarnt.

Die Corona-Krise wirkt sich hÀufig negativ auf die IT-Sicherheit von Unternehmen aus. Zu diesem Ergebnis kommt ein am Montag veröffentlichter Forschungsbericht des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN).

Arbeit im Homeoffice und die Nutzung privater Hard- und Software erhöhen demnach das Risiko einer Infektion mit Schadsoftware sowie von Phishing-Attacken. Bedroht seien allerdings vor allem Firmen mit angespannter wirtschaftlicher Situation, die seltener zusĂ€tzliche IT-Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.

LĂ€uft es wirtschaftlich schlecht, steht auch die IT-Sicherheit eher hinten an.

(Bild: "Cyberangriffe gegen Unternehmen", KFN [1] (PDF))

Die Autoren des Berichts hatten in den Jahren 2018/19 insgesamt 5000 Unternehmen mit mehr als zehn BeschĂ€ftigten befragt. An einer Folgebefragung zwischen Juli und September 2020 nahmen mehr als 600 Firmen erneut teil. 60 Prozent von ihnen berichteten, dass sie innerhalb eines Jahres mindestens auf einen Cyberangriff reagieren mussten. Automatisch abgewehrte Angriffe, durch eine Firewall etwa, sind darin nicht enthalten. In 85 Prozent der FĂ€lle konnten die Angreifer in einem frĂŒhen Versuchsstadium abgewehrt werden.

Der Anteil von Homeoffice und die damit teils verbundene Nutzung eigener Soft- und Hardware können die Sicherheit beeintrÀchtigen. Durch die Coronavirus-Pandemie sind mehr Menschen ins Homeoffice gewechselt.

(Bild: "Cyberangriffe gegen Unternehmen", KFN [2] (PDF))

Nach Angaben des KFN wurden in dem Projekt "Cybersicherheit in Unternehmen" erstmals ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum sogenannten Dunkelfeld-Daten zum Thema Cyberangriffe gegen Unternehmen gesammelt. Denn die Anzeigequote solcher Delikte ist niedrig: In der ersten Runde lag sie bei 12 und jetzt bei 9 Prozent. Als GrĂŒnde wurde hierfĂŒr am hĂ€ufigsten die geringe Schadenshöhe genannt, danach die fehlende Aussicht auf Ermittlungserfolg.

Homeoffice ist offenbar nur ein Teil eines grundsÀtzlichen Problems.

(Bild: "Cyberangriffe gegen Unternehmen", KFN [3] (PDF))

Partner in dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt "Cyberangriffe gegen Unternehmen" war die Leibniz UniversitĂ€t Hannover. Die Befragung basierte laut KFN auf einer geschichteten Zufallsstichprobe aus zwei Unternehmensdatenbanken und umfasst Unternehmen ab zehn BeschĂ€ftigten nahezu aller Branchen. Interviewpartner waren vor allem IT-Verantwortliche und Mitglieder der GeschĂ€ftsfĂŒhrung.

Die Zufallsstichprobe wurde nachtrĂ€glich gewichtet. Bei der Interpretation der zentralen Ergebnisse ist den Autorinnen und Autoren zufolge zu berĂŒcksichtigen, dass kleine Unternehmen mit 10-49 BeschĂ€ftigten den grĂ¶ĂŸten Anteil (79 Prozent) bilden, wohingegen große Unternehmen mit mehr als 500 BeschĂ€ftigen lediglich 2 Prozent in der gewichteten Stichprobe ausmachen.

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(kbe [5])


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https://www.heise.de/-6190084

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