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Valves Spiele-Linux SteamOS steht zum Download bereit

Liane M. Dubowy

Valve Software hat die erste Version von SteamOS zum Download freigegeben. Die Debian-basierte Linux-Distribution setzt eine Nvidia-Grafikkarte und ein UEFI-fÀhiges Mainboard voraus.

SteamOS-Desktop

SteamOS bringt neben Big Picture auch Gnome 3 mit, sodass sich auch Desktop-Anwendungen nutzen lassen.

(Bild: phoronix.com [1] )

Valve Software hat eine erste Beta-Version von SteamOS zum Download freigegeben und ihm den Spitznamen "Alchemist" verpasst. Das Linux-Betriebssystem basiert auf Debian 7 Wheezy [2] und dient als Grundlage fĂŒr Valves eigene Spielkonsole Steam Machine [3]. Diese soll erst 2014 erscheinen, allerdings hat Valve [4] bereits 300 erste Prototypen ausgeliefert. Die jetzt verfĂŒgbare SteamOS-Version ist zunĂ€chst auf deren Hardware zugeschnitten. Sie ergĂ€nzt die Open-Source-Linux-Plattform Debian um den Steam-Client [5] und proprietĂ€re Treiber.

Als grafische OberflĂ€che bietet SteamOS die Vollbild-Ansicht Big Picture [6]. Wer die Mediacenter-OberflĂ€che verlĂ€sst, landet auf einem Gnome-3-Desktop [7] und kann normale Desktop-Anwendungen nutzen. Die Anzahl der verfĂŒgbaren Anwendungen in den SteamOS-Paketquellen ist derzeit noch begrenzt, allerdings sollten sich die meisten Debian-Pakete auch einsetzen lassen. Das System verwendet einen Linux-Kernel 3.10 und spielt automatisch Updates mit Debians Paketverwaltung apt aus den Steam-Repositories ein.

Voraussetzung fĂŒr die Installation von SteamOS ist ein Intel- oder AMD-Prozessor mit UnterstĂŒtzung fĂŒr 64 Bit, mindestens 4 GByte RAM und eine 500 GByte fassende Festplatte. Außerdem setzt die jetzige Version von SteamOS eine Nvidia-Grafikkarte und ein UEFI-fĂ€higes Mainboard voraus. Valve hatte aber noch im Oktober betont [8], dass es Steam Machines auch mit AMD-Grafikchips geben werde und arbeitet derzeit an der UnterstĂŒtzung fĂŒr Intel- und AMD-Grafikchips.

SteamOS lĂ€sst sich auf zwei Wegen installieren. Beide formatieren bei der Installation die ganze Festplatte, sodass sich SteamOS nicht ohne Weiteres parallel zu Windows einrichten lĂ€sst. Als Standardweg sieht Valve eine Image-basierte Installation mit Clonezilla vor, alternativ nutzt man den Debian-Installer. In beiden FĂ€llen kommt das System als ZIP-Archiv, das man mit Hilfe eines USB-Sticks installiert. Die erste Beta-Version von SteamOS steht ĂŒber die Steam-Seite zum Download [9] bereit. (lmd [10])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2065933

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.phoronix.com
[2] https://www.heise.de/tests/Debian-7-0-Wheezy-im-Kurztest-1854031.html
[3] https://www.heise.de/news/Valves-Spielkonsole-Erste-Steam-Machines-werden-verschickt-2064798.html
[4] http://www.valvesoftware.com/
[5] https://www.heise.de/news/Steam-fuer-Linux-offiziell-gestartet-1804035.html
[6] https://www.heise.de/news/Big-Picture-Valves-Steam-Version-fuers-Wohnzimmer-ist-fertig-1761745.html
[7] https://www.heise.de/tests/Neues-in-Gnome-3-10-1965146.html
[8] https://www.heise.de/news/Steam-Machines-kommen-auch-mit-AMD-Hardware-1977230.html
[9] http://store.steampowered.com/steamos/download
[10] mailto:lmd@heise.de