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Verbraucherschutzministerin fordert Gesetze gegen Online-KriminalitÀt

Die wachsende Online-KriminalitÀt gefÀhrde die IT-Branche stÀrker als die Wirtschaftskrise, sagte Ilse Aigner dem "Handelsblatt" vor dem IT-Gipfel der Bundesregierung.

Verbraucherschutzministerin [1] Ilse Aigner (CSU) will mit neuen Gesetzen die KriminalitÀt im Internet bekÀmpfen. "Leider sind der Polizei oft die HÀnde gebunden, da Online-Betrug als minderschwere Straftat eingestuft wird", sagte sie dem Handelsblatt vor dem Gipfel [2] der Bundesregierung zur Informationstechnologie (IT) in Stuttgart. Die wachsende Online-KriminalitÀt gefÀhrde die IT-Branche stÀrker als die Wirtschaftskrise. Studien belegten, dass jeder zweite Verbraucher im Internet schon einmal Opfer krimineller Machenschaften geworden ist, sagte Aigner.

Die Ministerin kritisierte, dass das Bundesverfassungsgericht die Herausgabe von Internetdaten eines VerdĂ€chtigen nur bei schwersten Straftaten erlaube [3]. Angesichts dieser Restriktionen mĂŒsse sich der Staat fragen, ob er Gefahr lĂ€uft, einen rechtsfreien Raum zu schaffen. Mit ihrer Initiative stĂ¶ĂŸt Aigner auf Kritik des Koalitionspartners. Vertrauen ins Internet und die Neuen Medien schaffe man nicht, wenn diese regelmĂ€ĂŸig als Hort des Verbrechens dargestellt werden, sagte FDP-Fraktionsvize Gisela Piltz [4]. Es mĂŒsse darum gehen, das geltende Recht anzuwenden. Dazu bedĂŒrfe es gut ausgestatteter Polizeibehörden, damit auch im Internet KriminalitĂ€t verfolgt werden könne, sagte Piltz. (anw [5])


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https://www.heise.de/-879211

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[1] http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/Bundesministerien/ErnaehrungLandwirtschaftundVerbraucherschutz/bmelv.html
[2] https://www.heise.de/news/Vor-dem-IT-Gipfel-2009-Volle-Worte-leere-Kassen-878876.html
[3] https://www.heise.de/news/Bundesverfassungsgericht-verlaengert-erneut-Schranken-bei-Vorratsdatenspeicherung-216588.html
[4] http://www.gisela-piltz.de
[5] mailto:anw@heise.de