Viele FuĂangeln bei Handy-Versicherungen
Smartphones der Spitzenklasse kosten leicht mehr als 1000 Euro. Ărgerlich, wenn das teure GerĂ€t hinfĂ€llt oder gestohlen wird. Handy-Versicherungen, die in die Bresche springen sollen, gewĂ€hren nicht in jedem Fall Hilfe.
Beim Anschluss einer Versicherung fĂŒrs Handy sollte man ganz genau hinschauen, denn vor allem bei der Leistung im Schadensfall fallen die Unterschiede drastisch aus. Deshalb sollte man auch das Kleingedruckte sorgfĂ€ltig ohne Zeitdruck studieren und keinesfalls zwischen TĂŒr und Angel etwa an der Kasse eines Elektronikmarkts abschlieĂen.
ZunĂ€chst sollte man prĂŒfen, wann die Versicherung einspringt. Wer das Handy irgendwo liegen lĂ€sst, hat schlechte Karten â dafĂŒr haftet kein Versicherer. Wenn das GerĂ€t gestohlen wird, kommt es auf die genauen UmstĂ€nde an. Auch FlĂŒssigkeitsschĂ€den sind nicht in jeder Police enthalten. Einfache Sturz- und BruchschĂ€den dagegen gehören zum Standardumfang. c't hat im aktuellen Heft GerĂ€teversicherungen fĂŒr Handys und Tablets untersucht.
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Unfreiwilliger Modelltausch
Ăberall versichern lassen sich neue Handys bis 30 Tage nach dem Kauf. Nach drei Monaten bleiben dagegen nur noch wenige Versicherungsangebote ĂŒbrig. Die Preise fĂŒr die Versicherung sind nach dem Neupreis der GerĂ€te gestaffelt: FĂŒr ein 200-Euro-Smartphone wird eine viel geringere Summe fĂ€llig als fĂŒr ein 1000-Euro-Luxusmodell.
Wichtig ist die Art der Ersatzleistung. Einige Versicherer bezahlen nur die Reparatur beim eigenen Vertragsunternehmen und stellen ein TauschgerĂ€t, falls das GerĂ€t irreparabel beschĂ€digt ist. Das muss dann oft nur ein GerĂ€t "gleicher Art und GĂŒte sein", also nicht zwingend das gleiche Modell des gleichen Herstellers.
Und selbst beim Geldersatz gibt es noch EinschrĂ€nkungen: Einen "Neukaufzuschuss" erhĂ€lt nur, wer tatsĂ€chlich ein neues Handy kauft. Wer dagegen schon eins hat oder lieber ein gebrauchtes kaufen möchte, geht leer aus. Obendrein kĂŒrzen die meisten Versicherungen die Leistung um einen recht ĂŒppigen Selbstbehalt und setzen den Zeitwert recht niedrig an. Das kann in einigen FĂ€llen dazu fĂŒhren, dass die Versicherung im Schadensfall am Ende mehr gekostet hat, als sie unterm Strich leistet. Gerade bei gĂŒnstigen Handys sollte man deshalb gut ĂŒberlegen, ob sich eine Versicherung tatsĂ€chlich lohnt.
Mehr zu den Versicherungsbedinungen und eine komplette Ăbersicht ĂŒber aktuelle VertrĂ€ge finden Sie in c't 3/2018:
- GerĂ€teversicherungen fĂŒr Smartphones und Tablets
(uma [2])
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