Visuelle Java-Entwicklung mit RapidClipse
(Bild: NASA (Ausschnitt))
RapidClipse soll der Java-Entwicklung ihren Schrecken nehmen, den Umstieg auf Java und Eclipse erleichtern und die Cross-Plattform-Entwicklung voranbringen. Â
RapidClipse ist in Version 3.0 verfĂŒgbar. Die freie Distribution soll Eclipse in eine visuelle Java-Umgebung fĂŒr die Cross-Plattform-Entwicklung verwandeln. Ziel des Projektes ist es, die Anwendungsentwicklung mit Java stark zu vereinfachen. Zur Zielgruppe gehören Entwickler, die unternehmenskritische GeschĂ€ftsanwendungen unter Zeitdruck herstellen oder Altanwendungen auf Java portieren mĂŒssen. Auch Programmierern, die noch mit 4gl-Tools wie Oracle Forms, Visual Basic, Microsoft Access et cetera arbeiten, will man den Umstieg auf Java und Eclipse erleichtern.
Im Lieferumgang von RapidClipse [1] befinden sich alle wichtigen Eclipse-Plug-ins, die man zum Entwickeln mit Java braucht. Der bei Eclipse berĂŒchtigte Installations- und Konfigurationsaufwand entfĂ€llt damit vollstĂ€ndig. Weiterhin liefert die Distribution zahlreiche Verbesserungen fĂŒr JBossâ Hibernate-Tools sowie etliche zusĂ€tzliche Werkzeuge, insbesondere fĂŒr GUI-Design, Datenbank- und Cross-Plattform-Entwicklung.
Erheblich weniger Handarbeit
Der neue GUI-Builder auf Basis von Vaadin ermöglicht das Erstellen von HTML5-OberflÀchen. Anders als bei GUI-Buildern der ersten Generation zeigt sich der generierte Quellcode aufgerÀumt und frei von unnötigem Ballast. Datenbankentwicklern hilft die verbesserte Hibernate-Importfunktion des JBoss Tooling, die beim Datenbank-Metadaten-Import endlich sÀmtliche Datentypen korrekt auf entsprechende Java-Typen mappt und dem Entwickler viel manuelle Arbeit erspart.
Dazu fĂŒhrt RapidClipse mit JPA-SQL eine neue Abfragesprache fĂŒr JPA (Java Persistence API) ein. JPA-SQL ist eine an SQL angelehnte domĂ€nenspezifische Sprache, WĂ€hrend die bislang fĂŒr die JPA-Entwicklung verfĂŒgbaren Query-APIs (JPQL, JPA Criteria et cetera.) als komplex gelten, erschlieĂt sich JPA-SQL auf Anhieb. Um konform mit dem JPA-Standard zu bleiben, wird der JPA-SQL-Code abschlieĂend in Java-Code umgewandelt, der auf der JPA Criteria API basiert. Damit ist der Einsatz von JPA-SQL in Verbindung mit jedem beliebigen JPA-Provider möglich, etwa Hibernate, EclipseLink und OpenJPA. In KĂŒrze soll ein als eigenstĂ€ndiges JPA-SQL Plug-in fĂŒr Eclipse verfĂŒgbar sein.
Auslieferung in verschiedenen Formaten
Mit den Cross-Platform-Deployment-Tools lĂ€sst sich jedes RapidClipse-Projekt wahlweise als HTML5-Anwendung, Mobile App fĂŒr Android und iOS sowie als klassische Desktop-Applikation auf Basis von SWT und HTML5 ausliefern. Mit Hilfe einer AWS-Cloud-Integration ist auch das Synchronisieren, ZusammenfĂŒgen, Testen und Hosten von Java-Projekten in einer auf Amazon Webservices (AWS) basierenden Cloud-Umgebung möglich.
Das RapidClipse-Framework enthĂ€lt nun ein Mobile-Kit, das dem Entwickler Zugriff auf native System- und GerĂ€tefunktionen mobiler Devices verschafft. Das war mit Vaadin bislang nicht möglich. Voraussetzung fĂŒr das AusfĂŒhren von RapidClipse-Anwendungen ist ein leichtgewichtiger Servlet-Container wie Tomcat.
(jd [2])
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