Vorsicht, Stromschlag: Amazon kontrolliert seinen Marktplatz nicht streng genug
(Bild: c't)
Wenn Behörden, Medien oder Kunden vor gefÀhrlichen Produkten warnen, sollten diese eigentlich dauerhaft aus dem Handel verschwinden. Doch eine Stichprobe von c't zeigt: Die RealitÀt sieht anders aus.
Aufgrund der laxen Kontrollen von Amazon können Marktplatz-HĂ€ndler weitgehend ungestört gefĂ€hrliche Produkte verkaufen â so lautet das zentrale Ergebnis einer Stichprobe von c't. Das Magazin hatte sieben GerĂ€te gekauft, vor denen eine Behörde, ein TV-Magazin oder andere Kunden bereits zuvor gewarnt hatten. In einer anschlieĂenden Labor-Untersuchung beim VDE erwiesen sich alle sieben Produkte dann tatsĂ€chlich als gefĂ€hrlich.
Nach einer Anfrage von c't sperrte Amazon die sieben Angebote zwar. Allerdings konnten andere HÀndler die meisten der gefÀhrlichen Produkte unter Àhnlichen Bezeichnungen und mit identischen Fotos weiter anbieten.
Vorsicht, Stromschlag: c't-Stichprobe bei Amazon-HĂ€ndlern (0 Bilder) [1]
Die gefÀhrlichsten Produkte aus der Stichprobe:
- Eine Party-LED-Leuchte ("48 LED 8W RGB LED") mit ungenĂŒgender Zugentlastung des Netzkabels und zu groĂen GehĂ€useöffnungen.
- Eine LED-Leuchte ("3W RGB LED") mit unsicherem Netzteil und einem MetallgehÀuse, das nicht sicher an den Schutzleiter angeschlossen werden kann.
- Ein Steckdosenturm ("250V 16A"), dessen innere Leitungen sich leicht verlagern können, sodass die USB-Ports und ein Metallteil am GehĂ€use Netzspannung fĂŒhren könnten. AuĂerdem ist das Netzkabel viel zu dĂŒnn.
Auch die Marktaufsicht wurde von c't informiert. Die Hamburger Behörde fĂŒr Gesundheit und Verbraucherschutz versprach, die Produkte auf Amazon.de ausfindig zu machen und Erkenntnisse an das fĂŒr Amazon zustĂ€ndige Gewerbeaufsichtsamt in Oberbayern weiterzuleiten.
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Gegen die meisten HÀndler können die Behörden allerdings nichts unternehmen. Denn nur einer der sieben HÀndler aus der Stichprobe sitzt in Deutschland, die anderen sechs in China. Sechs der sieben Produkte wurden von Amazon verpackt und verschickt.
Lesen Sie dazu auch in c't:
- GefÀhrliches Handy-Netzteil analysiert (kostenfrei)
- Editorial: GefÀhrlich guter Kundenservice (kostenfrei)
- GefÀhrliche Produkte im Online-Handel (kostenpflichtig)
- Tipps, gefÀhrliche Technik zu umgehen (kostenpflichtig)
- Die rechtlichen HintergrĂŒnde (kostenpflichtig)
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(cwo [5])
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