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Weltraumteleskop James Webb: Start wetterbedingt auf 25. Dezember verschoben

Martin Holland

Das JWST vor dem Einpacken

(Bild: ESA-M.Pedoussaut)

So richtig rund lĂ€uft die Startvorbereitung des Weltraumteleskops James Webb nicht. Nun sorgt der Wetterbericht fĂŒr eine weitere Verzögerung.

Das Weltraumteleskop James Webb ist bereit fĂŒr den Start, muss jetzt wegen vorhergesagte widriger WetterumstĂ€nde aber noch einen Tag mehr warten. Das aktualisierte Startfenster öffnet sich deswegen nun am ersten Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) zwischen 13:20 Uhr und 13:52 MitteleuropĂ€ischer Zeit, teilte die US-Weltraumagentur NASA mit. Dieser neue Termin hĂ€ngt aber von einer weiteren Wettervorhersage ab, die am Mittwochabend Ortszeit erstellt werden soll. Das sensible Instrument und die Rakete des Typs Ariane 5 befinden sich in einem stabilen und sicheren Zustand, versichern die Verantwortlichen. Sie stehen noch wettergeschĂŒtzt in der letzten Montagehalle auf dem Weltraumbahnhof Kourou. Eigentlich sollte das Weltraumteleskop nach jeder Menge VerspĂ€tungen an Heiligabend starten, daraus wird nun aber auch nichts.

Die Geschichte des Hubble-Nachfolgers ist schon lange eine Aneinanderreihung von Verzögerungen, die letzten Meter machen da nun keine Ausnahme [1]. Eigentlich sollte das James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) schon 2007 gestartet werden. 14 Jahre spĂ€ter ist es nun endlich soweit, in der Zwischenzeit ist das Instrument immer teurer geworden. Quasi auf der Zielgeraden hatte dann die Corona-Pandemie noch einmal fĂŒr VerspĂ€tungen gesorgt. Im Herbst dieses Jahres war das Ă€ußerst sensible und hochkomplexe Instrument dann per Schiff von Kalifornien nach Französisch-Guayana gebracht worden, wo es auf den Start vorbereitet wurde. Ein "Vorfall" bei der Startvorbereitung [2] hatte dann dafĂŒr gesorgt, dass der ursprĂŒnglich anvisierte Starttermin am 18. Dezember nicht mehr gehalten werden konnte. Dann galt der 22. Dezember als neuer Termin, zuletzt der 24. Dezember [3]. Die ESA wird den Start auf ihrem Youtube-Kanal [4] ĂŒbertragen.

Das JWST ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA, der europĂ€ischen Weltraumagentur ESA und der kanadischen CSA. Das Teleskop soll nach dem Start mit einer Rakete des Typs Ariane 5 zum sogenannten Lagrange-Punkt L2 fliegen, der viermal so weit von der Erde entfernt ist wie der Mond. Dort soll es ungestört unter anderem in die FrĂŒhzeit des Universums blicken können. DafĂŒr wird es in einer Ă€ußerst komplizierten Prozedur mit vielen möglichen Fehlerquellen dort den riesigen Spiegel ausklappen, nachtrĂ€gliche Reparaturen sind mit der aktuell verfĂŒgbaren Technik nicht möglich. Auch ist es nötig, absolut sicherzugehen, dass bei den Vorbereitungen alles nach Plan lĂ€uft. Derweil werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die auf das Teleskop angewiesen sind, immer nervöser. Ganze Forschungskarrieren hĂ€ngen davon ab, dass das Instrument heil an sein Ziel kommt.

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(mho [6])


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https://www.heise.de/-6303938

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.nasa.gov/feature/james-webb-space-telescope-launch-update
[2] https://www.heise.de/news/Vorfall-beim-Verpacken-Start-des-Weltraumteleskops-James-Webb-verzoegert-sich-6274284.html
[3] https://www.heise.de/news/Weltraumteleskop-James-Webb-soll-Heiligabend-ins-All-gebracht-werden-6298951.html
[4] https://www.youtube.com/channel/UCIBaDdAbGlFDeS33shmlD0A
[5] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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