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Weltraumteleskop Kepler im Notfallbetrieb

Tim Gerber
Weltraumteleskop Kepler im Notfallbetrieb

(Bild: NASA)

Die Ingenieure arbeiten mit oberster Priorität an der Rückkehr zum Normalbetrieb, teilt die NASA mit.

Das Weltraumteleskop Kepler [1] hat sich offenbar selbst in den Notfallbetrieb versetzt. Dies teilte die zuständige Raumfahrtagentur NASA [2] mit. Kurz zuvor hatte man eine neue Mission des Teleskops [3] starten wollen, bei der mit Hilfe sogenannte Gravitationslinsen [4] Planeten erforscht werden sollen, die sich in größerer Entfernung zu ihrer jeweiligen Sonne befinden. Im Zuge dessen haben die Techniker nun feststellen müssen, dass sich das Teleskop offenbar bereits seit mehreren Tagen im Notfallbetrieb befindet.

NASA

Steuerzentrale der Kepler-Mission: Rückkehr zum Normalbetrieb hat oberste Priorität.

(Bild: NASA)

In diesem besonders energieintensiven Modus versucht das Teleskop, vor allem die Kommunikation mit der Basisstation auf der Erde aufrecht zu erhalten. Dies gestaltet sich unter anderem durch die hohe Entfernung von 120 Millionen Kilometern schwierig, in der sich Kepler derzeit von der Erde entfernt befindet. Die Signale benötigen für den Weg zur Erde und zurück insgesamt etwas mehr als 13 Minuten. Das ist vermutlich auch die Ursache, warum die NASA-Techniker den Notfallzustand Keplers erst jetzt entdeckt haben. Erst wenn die Störung behoben wurde, kann die geplante Gravitationslinsen-Mission fortgesetzt werden.

(tig [5])


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https://www.heise.de/-3166719

Links in diesem Artikel:
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kepler_%28Weltraumteleskop%29
[2] https://www.nasa.gov/
[3] https://www.heise.de/news/Gravitationslinsen-Weltraumteleskop-Kepler-sucht-mit-neuer-Methode-nach-einsamen-Exoplaneten-3165763.html
[4] https://www.heise.de/news/Gravitationslinsen-Weltraumteleskop-Kepler-sucht-mit-neuer-Methode-nach-einsamen-Exoplaneten-3165763.html
[5] mailto:tig@ct.de