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Wohnhaus mit 230 km/h in 14000 m Höhe

Peter Röbke-Doerr

Am 1. Januar 2004 gab es einige Probleme bei der Positionsbestimmung mit GPS-GerĂ€ten. Nicht nur der Standort von ortsfesten EmpfĂ€ngern sprang plötzlich um einige 10 km, auch Geschwindigkeiten und Höhenangaben spielten verrĂŒckt.

Wie in GPS-Newsgroups [1] schon vereinzelt gemeldet, gab es am 1. Januar 2004 um 18.00 und um 23.00 Uhr einige Probleme bei der Positionsbestimmung mit GPS-GerĂ€ten. Dokumentiert wurden die Schwierigkeiten in Deutschland beispielsweise auf den GIBS-Seiten [2] des Bundesamts fĂŒr Kartographie und GeodĂ€sie in Leipzig (unten das Datum "01012004" eingeben).

Aber nicht nur der Standort von ortsfesten EmpfĂ€ngern sprang plötzlich um einige 10 km, auch Geschwindigkeiten und Höhenangaben spielten verrĂŒckt. So meldete beispielsweise Terje Mathiesen aus Lilleacker (Norwegen) betrĂ€chtliche HĂŒpfer, als er mit seinem Handheld-GPS-EmpfĂ€nger vor seinem Wohnhaus stand. Auch aus England und Portugal kamen solche Meldungen.

Des RĂ€tsels Lösung war der defekte Satellit SVN23 (PRN23), der mit einer lakonischen BegrĂŒndung des GPS-Support-Centers [3] aus Schriever, er habe eine "anomalous condition", außer Betrieb genommen wurde. (roe [4])


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https://www.heise.de/-91029

Links in diesem Artikel:
[1] http://groups.google.de/groups?hl=de&lr=&ie=UTF-8&oe=UTF-8&group=sci.geo.satellite-nav
[2] http://gibs.leipzig.ifag.de/cgi-bin/gps_lim_leip.cgi?de
[3] http://www.schriever.af.mil/GpsSupportCenter/advisories.htm
[4] mailto:roe@heise.de