Wurm legt Visa-System des US-AuĂenministeriums lahm
Aufgrund eines Wurmbefalls wurde das System zum Abgleich mit verdÀchtigen Personen ausgeschaltet, in der Folge konnten keine Visa-AntrÀge bearbeitet werden.
Am gestrigen Dienstagnachmittag schaltete das U.S. State Department [1] aus SicherheitsgrĂŒnden sein System zur Vergabe von Visa ab. Ursache war das Eindringen des Wurms Welchia in das Netzwerk des "Consular Lookout and Support System" (CLASS). Bei einer Visa-Antragstellung erfolgt ein Abgleich, ob ĂŒber die Person bereits ein Eintrag vorliegt. AnnĂ€hernd 13 Millionen EintrĂ€ge von FBI [2], State Department, Einwanderungsbehörde, Drogenfahndung und Nachrichtendienste werden mit CLASS verwaltet, darunter mehr als 78.000 Namen von Personen, die des Terrorismus verdĂ€chtigt werden.
Aufgrund des Ausfalls war die Bearbeitung von Visa-AntrĂ€gen fĂŒr neun Stunden nicht möglich. Am Abend lief das System aber wieder ohne Störungen. Wie der Wurm seinen Weg in die Behörde des AuĂenministeriums fand und welchen Schaden er weiter anrichtete, ist nicht bekannt. Welchia nutzt die gleiche SicherheitslĂŒcke im RPC-Dienst unter Windows wie Lovsan [3], um PCs zu befallen und sich von dort aus weiterzuverbreiten. Allerdings beseitigt der Wurm die SicherheitslĂŒcke, in dem er den Microsoft-Patch installiert und versucht zusĂ€tzlich Lovsan-WĂŒrmer von der Festplatte zu löschen.
Siehe dazu auch:
- Wurm jagt Wurm [4] auf heise Security
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[1] http://www.state.gov/
[2] http://www.fbi.gov/
[3] https://www.heise.de/news/Alle-Schotten-dicht-W32-Blaster-greift-an-83631.html
[4] https://www.heise.de/news/Wurm-jagt-Wurm-Update-83953.html
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