XML-Miterfinder Tim Bray verlÀsst Google
Vier Jahre lang war Bray Teil von Googles Android-Mannschaft. Da er in all den Jahren nicht ins Silicon Valley, dass er fĂŒr rassistisch und ĂŒberteuert hĂ€lt, zur Google-Zentrale wechseln wollte, kam es nun zum Zwist.
Da Tim Bray nicht fĂŒr Google im Silicon Valley arbeiten will, sondern lieber zu Hause in Vancouver, verlĂ€sst der XML-Miterfinder und Android Developer Advocate nun Google. Die Bay Area sei fĂŒr ihn nie eine Option gewesen, und er findet in seinem Weblog [1] mit "verstopft, rassistisch, inzestuös und ĂŒberteuert" drastische Worte fĂŒr die IT-Region. Zugleich vermutet er selbst, dass ein Arbeitsplatz bei Google fĂŒr seine Arbeit effizienter gewesen wĂ€re und er vor Ort womöglich mehr SpaĂ gehabt hĂ€tte.
Schon vor seiner Einstellung im MĂ€rz 2010, aber auch danach sei immer wieder versucht worden, eine Einigung zu finden. Ein Google-BĂŒro in Vancouver sei fĂŒr Google jedoch nie eine Option gewesen. Jetzt habe ihm seine Arbeitsgruppe jedoch ein Ultimatum eingestellt â mit der Folge, dass Bray seinen Job beim IT-Konzern gekĂŒndigt hat. Er bleibt ihm noch bis 17. MĂ€rz erhalten und wird offenbar auch zur Vorstellung von OpenID Connect [2] auf dem Mobile World Congress nĂ€chste Woche als Google-ReprĂ€sentant vor Ort sein.
Bray ist einer der Miterfinder von XML und maĂgeblich an der Entwicklung des Atom-Syndizierungsformats beteiligt gewesen. Er war auĂerdem lange Jahre als Chef der Webentwicklungsthemen bei Sun tĂ€tig. Er hatte ein Angebot Oracles nach der Sun-Ăbernahme abgelehnt und war vor rund vier Jahren lieber Googles Android-Mannschaft beigetreten. (ane [3])
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[2] http://openid.net/connect/
[3] mailto:ane@heise.de
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