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ZDF-Mediathek vor dem Neustart

Volker Weber
ZDF Mediathek vor dem Neustart

(Bild: Volker Weber)

In der Nacht zum 28. Oktober will das ZDF ein neues Mediathek-Portal im responsiven HTML5-Design sowie Apps fĂŒr Android, iOS und Windows 10 in Betrieb nehmen.

Die neue ZDF-Mediathek soll ZDF.de und die bisherige ZDFmediathek als zentrales Portal ablösen. Die neue Website soll in allen aktuellen Browsern auf allen Plattformen im responsiven Design laufen und sich damit automatisch an die GrĂ¶ĂŸe des Bildschirms anpassen. Das Portal setzt also kein Flash mehr voraus.

Nach etwa eineinhalb Jahren Projektlaufzeit soll das neue Portal pĂŒnktlich an anvisierten Termin am 28. Oktober 2016 in Betrieb gehen. Die Ausgaben blieben laut Eckart Gaddum, Leiter der Hauptredaktion Neue Medien, im geplanten Kostenrahmen und belaufen sich auf einen mittleren siebenstelligen Betrag.

ZDF/ZDF Neue Medien

App der ZDFmediathek auf Smartphone mit Android-Betriebssystem

(Bild: ZDF/ZDF Neue Medien [1] )

Die neue Mediathek soll diverse AusspielungskanĂ€le bedienen, mit Apps fĂŒr Smartphones, Tablets, Android TV bis hin zu FireTV. Die Apple-Plattformen tvOS und iOS 9/10 sollen mit einer eigenen App bedient werden. FĂŒr Windows 10 gibt es eine universelle App, die auch Windows 10 Mobile abdeckt. Die alte Windows-8-App wird zum Wrapper fĂŒr das Webportal. Auch auf SmartTVs mit HbbTV ist die neue Mediathek ĂŒber die rote Taste erreichbar. Alle Apps nutzen das gleiche Json-API zur Integration in die Server-Systeme. Damit scheint die neue Mediathek fĂŒr zukĂŒnftige Anpassungen gewappnet.

Die Mediathek ist personalisierbar und soll Programminhalte anhand der Nutzungsgewohnheiten empfehlen. Ist ein Besucher unbekannt, dann bietet sie zunÀchst die meist gesehenen Inhalte an. LÀsst der Besucher Cookies zu, so lernt die Mediathek die Sehgewohnheiten und soll bessere Empfehlungen aussprechen. Wer sich BeitrÀge merkt, den erinnert die Mediathek zwei Tage vor Löschung daran, ihn auch noch rechtzeitig zu schauen.

Livestreams in der ZDFmediathek

Livestreams in der ZDFmediathek

(Bild: ZDF/ZDF Neue Medien [2])

Diese unter der Rubrik "Mein ZDF" subsumierten EintrĂ€ge soll der Nutzer auch von GerĂ€t zu GerĂ€t mitnehmen können. Dazu legt er ein eigenes Mediathekprofil mit frei wĂ€hlbarem Nutzernamen und Passwort an, mit dem er sich auf allen GerĂ€ten anmelden kann. Weitere Funktionen, die ein Profil erfordern sind in Entwicklung. So soll ein unterwegs per Smartphone begonnenes Video spĂ€ter zu Hause auf einem grĂ¶ĂŸeren Bildschirm weiter geschaut werden können.

Die Apps bieten grundsÀtzlich die Möglichkeit, BeitrÀge auch herunterzuladen und unterwegs zu schauen. Dem sind jedoch rechtliche Grenzen gesetzt. Nur wo das ZDF solche Download-Rechte hat, kann es den Apps auch den Download erlauben.

Auch wenn das Portal pĂŒnktlich in Betrieb geht, so fehlen hinter den Kulissen noch einige Bausteine: Die Erfolgsmessung fĂŒr die Apps wird nicht von Beginn an zur VerfĂŒgung stehen. Und auch die kollaborativen Empfehlungen werden wohl erst einige Wochen nach dem Relaunch verfĂŒgbar sein. Denn erst dann liegen ausreichende Daten vor, die VorschlĂ€ge im Sinne von „wem dies gefallen hat, der hat auch das geschaut“ ermöglichen. (vowe [3])


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https://www.heise.de/-3353468

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[1] http://zdf.de
[2] http://zdf.de
[3] mailto:vowe@vowe.net