Zeitungsverleger machen Front gegen Google
Internet-Dienste, die Nachrichten aggregieren, stoĂen auf Widerstand bei der World Association of Newspapers. Insbesondere Google erregt dabei den gröĂten Unmut, da sich das Unternehmen aus Sicht des Verbands nicht gesprĂ€chsbereit zeigt.
"Wir brauchen Suchmaschinen, denn sie helfen dem Verbraucher, durch ein zunehmend kompliziertes Medium zu navigieren. Aber sie bauen ihr GeschĂ€ft auf Kleptomanie auf", meint Gavin O'Reilly [1], PrĂ€sident des Weltverbands der Zeitungen (World Association of Newspapers, WAN [2]). Nun sucht sein Verband nach Wegen, um fĂŒr die nach seiner Ansicht entwendeten Inhalte entschĂ€digt zu werden. Die Kritik richtet sich dabei an Nachrichtenzusammenfassungen, wie sie zum Beispiel Google News bietet. O'Reilly erlĂ€uterte, die News-Aggregatoren zeigten zwar oft lediglich eine Ăberschrift und einen knappen Text an, doch fĂŒr viele Nutzer reiche dies bereits aus, um einen Ăberblick zu bekommen.
Die WAN will laut einem Bericht der Financial Times [3] keine juristischen Mittel ergreifen, sondern strebt GesprĂ€che mit den EU-Kommissaren Charlie McCreevy (Binnenmarkt und Dienstleistungen) und der fĂŒr Informationsgesellschaft zustĂ€ndigen Viviane Reding an. Die Kritik O'Reillys richtet sich deshalb insbesondere an Google, weil sich Yahoo, MSN und Ask Jeeves bisher zu "konstruktiven Dialogen" eher bereit gezeigt hĂ€tten. Nur Google halte daran fest, dass sĂ€mtliche von Google News gesammelten Informationen frei verfĂŒgbar sein sollten.
Eine Ansicht, die auch der US-Verlegerverband Association of American Publishers nicht teilt. Dieser hat im vergangenen Oktober gegen Google wegen angeblicher Copyright-Verletzungen durch das Print Library Project geklagt [4]. In Sachen Google News war bereits im MÀrz 2005 Agence France Presse vor Gericht gegangen. Der Prozess ist zwar noch anhÀngig, doch AFP hat bereits erreicht, dass die Meldungen der Nachrichtenagentur aus dem News-Dienst entfernt wurden [5]. (anw [6])
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[1] http://www.wan-press.org/article.php3?id_article=394
[2] http://www.wan-press.org/
[3] http://news.ft.com/cms/s/d0e8cf3e-928d-11da-977b-0000779e2340.html
[4] https://www.heise.de/news/US-Verlegerverband-macht-Front-gegen-Google-Print-139959.html
[5] https://www.heise.de/news/Google-entfernt-AFP-Meldungen-aus-News-Dienst-146726.html
[6] mailto:anw@heise.de
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