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iOS fĂŒhrt vor Blackberry und Android in Firmennetzwerken

Alexander Spier

Einer Umfrage zufolge ist die Zahl der mobilen GerĂ€te in Firmennetzwerken stark gestiegen. Das Verhalten der Nutzer fĂŒhre zu einer grĂ¶ĂŸeren GefĂ€hrdung der Sicherheit als die Bedrohung durch Hacker.

Laut einer Umfrage im Auftrag der Sicherheitsfirma Check Point [1] haben GerĂ€te mit Apples iOS den grĂ¶ĂŸten Anteil an mobilen Betriebssystemen in Firmennetzwerken. Die befragten IT-Mitarbeiter stufen Android als das System mit dem grĂ¶ĂŸten Sicherheitsrisiko ein und halten unabhĂ€ngig vom Betriebssystem die Nutzer fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Bedrohung der Sicherheit als Hacker.

iOS fĂŒhrt in Firmennetzwerken vor Blackberry und Android

(Bild: Check Point)

Der Bericht [2] von Dimensional Research basiert auf einer Befragung von 768 Mitarbeitern, die in Firmen aus Deutschland, Großbritannien, Japan, Kanada, USA fĂŒr die IT-Sicherheit zustĂ€ndig sind. Demnach verbinden sich in 89% der Unternehmen mobile GerĂ€te wie Smartphones oder Tablets mit dem Firmennetzwerk. In knapp einem Viertel der Firmennetzwerke sind ausschließlich vom Arbeitgeber gestellte GerĂ€te erlaubt, private GerĂ€te der Mitarbeiter sind in 65% der Netzwerke vertreten. In Deutschland ist die Quote mit 81% deutlich höher. In der großen Mehrheit der Firmennetzwerke hat sich die Nutzung von mobilen GerĂ€ten in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt.

Die meist genutzte Plattform in den Firmen ist iOS mit 30% vor Blackberry (29%), Android (21%) und Windows Mobile/Phone (18%). Bei der Wahl, welches von den drei am hĂ€ufigsten verwendeten Systemen das grĂ¶ĂŸte Risiko fĂŒr die Sicherheit darstelle, wurde Android (43%) vor iOS (36%) und Blackberry (22%) genannt.

Android wird bedrohlicher empfunden als iOS und Blackberry

(Bild: Check Point)

Insgesamt hat sich bei zwei Drittel der Befragten die Zahl der SicherheitsvorfĂ€lle in den letzten zwei Jahren erhöht. Über 71% der Betroffenen nennt die wachsende Zahl der MobilgerĂ€te als einen Grund dafĂŒr. So werden auf den GerĂ€ten neben Firmenmails hĂ€ufig sensible Kunden- und Firmendaten sowie Logins gespeichert.

Den grĂ¶ĂŸten negativen Einfluss auf die Datensicherheit habe die mangelnde Beachtung der Sicherheitsrichtlinien durch die Angestellten. Die Gefahren gingen vorwiegend von sorglosen und unachtsamen Nutzer aus und weniger von Hackern. WĂ€hrend in Großbritannien 79% der befragten IT-Mitarbeiter den Nutzer als grĂ¶ĂŸtes Sicherheitsproblem sehen, sind es in Deutschland nur 55%. (asp [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1417450

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.checkpoint.com/press/2012/011812-check-point-businesses-admit-increase-security.html
[2] http://www.checkpoint.com/downloads/products/check-point-mobile-security-survey-report.pdf
[3] mailto:asp@heise.de