l+f: Hacker nehmen digitale Plakatwände aufs Korn
In den USA waren XXL-Anzeigetafeln mit einem Standardpasswort über das Internet konfigurierbar. Und es passierte, was passieren musste.
Nicht nur Kraftwerke [1] sind direkt über das Internet erreichbar, sondern auch großformatige digitale Anzeigetafeln, wie man sie etwa vom Times Square kennt. Der Pentester Dan Tentler entdeckte mit Hilfe der Spezial-Suchmaschine Shodan [2] über 250 davon im Netz, viele waren mit einem Standardpasswort über VNC erreichbar. Statt Unfug damit zu treiben, kontaktierte er den Hersteller Yesco, eine Tochterfirma von Samsung.
(Bild: @Viss [3])
Über den Fortschritt seines Falls informierte er die Welt über Twitter [4]. Seine öffentlichen Anspielungen reichten offenbar aus, um Nachahmern den Zugriff auf die Anzeigetafeln zu ermöglichen. In mindestens einem dokumentierten Fall schickten sie ein Internet-Meme auf ein XXL-Display in Buckhead, Atlanta. Sie entschieden sich nicht für Cat-Content, sondern für die Kategorie "Verstörend", weshalb einige Passanten bei der örtlichen Polizei angerufen haben sollen [5]. Aktuell ermittelt das FBI in diesem Fall.
lost+found [6]: Die heise-Security-Rubrik für Kurzes und Skurriles aus der IT-Security (rei [7])
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[1] http://www.heise.de/ct/inhalt/2013/11/78/
[2] https://www.shodan.io/
[3] https://twitter.com/Viss/status/598272396190027776
[4] https://twitter.com/Viss
[5] http://www.usatoday.com/story/news/nation/2015/05/15/lewd-image-digital-billboard-atlanta/27357075/
[6] http://www.heise.de/security/suche/?q=lost%2Bfound&search_submit.x=0&search_submit.y=0&rm=search
[7] mailto:rei@heise.de
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