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Aufnahme- und Bildbearbeitungstechnik: Mehr TiefenschÀrfe mit Focus-Stacking 8 Kommentare

Thomas Gade
TiefenschÀrfe erweitern mit Focus-Stacking

Hier wurden 30 Einzelfotos mit Zerene Stacker verrechnet. Erstaunlicherweise sind Strichspuren von fallenden Regentropfen erhalten, die im Moment der Aufnahme in der scharfen Zone fielen. Sie hĂ€tten eigentlich auch als unscharf herausgerechnet werden mĂŒssen.Canon EOS RP mit Canon EF 100 mm Macro IS USM I f/8.0 I Einzelfoto aus einer Bracketing-Serie

FĂŒr schĂ€rfere Makro-Fotos: Beim Focus-Stacking kombinieren Sie mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichem Fokuspunkt. Wir stellen Praxis und Zubehör vor.

In der PortrĂ€tfotografie ist wenig TiefenschĂ€rfe erwĂŒnscht, um das Motiv vor einem unscharfen Hintergrund freizustellen. In der Makro- oder auch in der Produktfotografie stört eine schmale SchĂ€rfeebene dagegen. Dabei ist sie fast unvermeidbar, denn: Je kĂŒrzer die Distanz, desto geringer die SchĂ€rfentiefe. Beim Abbildungsmaßstab von 1:1 betrĂ€gt sie nur einige Millimeter und verkĂŒrzt sich bei stĂ€rkerer VergrĂ¶ĂŸerung noch mehr. Abblenden kann dann nur noch begrenzt helfen.

Die nötige Technik, um den SchĂ€rfebereich auszudehnen, heißt Focus-Stacking. DafĂŒr werden nacheinander mehrere Fotos mit unterschiedlichen Fokuspunkten aufgenommen. Die Aufnahmen enthalten jeweils nur kleine, sich ĂŒberlappende, scharfe Bereiche. Eine Software errechnet aus dem Bilderstapel ein Foto mit grĂ¶ĂŸerer SchĂ€rfentiefe. Möglich ist das beispielweise mit den Programmen Adobe Photoshop, Zerene Stacker und Helicon Focus.

Damit die Bilder weitestgehend deckungsgleich sind, dĂŒrfen sich die Motive nicht bewegen und die Kamera gehört auf ein Stativ. Die Methode bringt die besten Ergebnisse daher vor allem in der Makro- / Mikrofotografie und beim Fotografieren von Produkten sowie in der Architekturfotografie.


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