SphÀrisches Display mit Raspi-Steuerung bauen: Die Welt als LED-Kugel
Im Rahmen einer Abschlussarbeit entstand der Prototyp eines vollfarbigen sphÀrischen Displays mit RasPi-Steuerung. Es trickst das Auge mit dem POV-Effekt aus.
Mit LEDs lassen sich viele eindrucksvolle Projekte umsetzen. Mehrere hundert mehrfarbige Lichtpunkte lassen sich mit einem einfachen Mikrocontroller ansteuern und erlauben es, fantastische Skulpturen und Installationen zu erschaffen. Durch die einfache VerfĂŒgbarkeit von professionell gefertigten Elektronik-Modulen ist dies auch ohne groĂen Lötaufwand fĂŒr Maker möglich.
In meiner Abschlussarbeit an der Hochschule der Medien in Stuttgart habe ich mich mit einer solchen LED-Installation beschĂ€ftigt. Da ich im Laufe meines Studiums der audiovisuellen Medien immer wieder mit LEDs in unterschiedlichen Kontexten und Mengen in BerĂŒhrung gekommen bin, habe ich eine Faszination fĂŒr die Lichtpunkte entwickelt. Grundlegend wollte ich einen Prototypen fĂŒr ein kugelförmiges Display entwickeln, das durch Rotation und eine schnelle Ansteuerung ein Bild anzeigt. Als Eingrenzung sollten dazu nur die typischen Werkzeuge eines Makers und leicht zu beschaffende Komponenten zum Einsatz kommen
Das Prinzip des Displays Ă€hnelt dem von USB-Ventilatoren, die mithilfe von LEDs die Uhrzeit anzeigen und ist unter dem Begriff Persistance of Vision (POV) bekannt. FĂŒr die betrachtende Person soll ein stehendes Bild erzeugt werden: Dazu werden auf den Rotoren (meist einfarbige) LED-Reihen angebracht. Die Ansteuerung geschieht abhĂ€ngig von der aktuellen Drehgeschwindigkeit, aus der sich ergibt, welche LEDs wann aufleuchten mĂŒssen. Auf dieser Grundlage stellte ich mir die Frage: Was braucht es, um dieses Prinzip auf eine Kugel zu ĂŒbertragen?
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