c't Fotografie 1/2016
S. 132
Bildbearbeitung
Gamma
Aufmacherbild

Das Gamma-Mysterium entschlüsselt

Gamma ist für viele Fotografen nach wie vor ein Mysterium. Man weiß meist nur, dass es 2,2 sein sollte, oder dass früher auf dem Mac auch 1,8 üblich war. Was hinter diesen scheinbar simplen Angaben steckt, offenbart sich bei näherem Hinsehen als überraschend komplex. Wir klären, wo und wann der Gammawert wichtig ist, welche Vorteile sich aus speziellen Einstellungen ziehen lassen und welchen Anteil die Gamma-Einstellungen an einigen mysteriösen Effekten in Photoshop haben.

Gamma wurde in den Kindertagen der elektronischen Bildübertragung erfunden. Es bedeutet, dass die dunklen und mittleren Töne eines Bildes – einer mathematischen Funktion folgend – aufgehellt werden. Schwarz und Weiß bleiben dabei jedoch unbeeinflusst. Ursprünglich hatte diese Verzerrung des analogen Bildsignals technische Gründe (siehe Kasten „Gamma: Signalverzerrungen für bessere Qualität“), sie ist jedoch auch im Digitalzeitalter noch so nützlich, dass praktisch alle Digitalbilder „gammaverzerrt“ sind.

Normalerweise bekommt man von dieser Verzerrung gar nichts mit, denn sie wird bei der Anzeige des Bildes vom System automatisch ausgeglichen. Früher erledigte dies die Anzeige-Hardware (der Röhrenmonitor) quasi von selbst. Später kam die Zeit, in der man auf das sogenannte System-Gamma achten musste: Auf Mac-Rechnern war es 1,8, auf Windows-PCs 2,2. Einige erinnern sich bestimmt noch: Bilder, die für den Mac bestimmt waren, wurden unter Windows zu dunkel angezeigt. Heute spielen solche Unterschiede keine Rolle mehr, denn das Farbmanagement der Betriebssysteme sorgt für die exakte Kompensation unterschiedlicher Gammawerte.

Die Gammakurve

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