Wettbewerb
Thema
Spiegelungen
Unser jüngst prämiertes Wettbewerbsthema trägt den Titel „Spiegelungen“. Oft denkt man dabei wohl an Gewässer oder Glasfassaden, die natürliche oder künstliche Objekte spiegeln. Unser Siegerfoto bestätigt eindrucksvoll, wie berechtigt diese Assoziation ist – eine „klassische“ Spiegelung so abzulichten wie Cyril Gosselin, erfordert hohes fotografisches Können. Einige Teilnehmer gingen gleichwohl auch andere Wege und zeigen die Vielfalt der Möglichkeiten: Die einen fanden ihre Wasserfläche in einer Kathedrale oder an einem einzigen Tropfen, andere spielten mit Bokehs, Aquarien – oder eben dem Spieglein an der Wand.
Den ersten Platz belegt Cyril Gosselin (7,04 Punkte) mit einer Winterimpression. Auf dem Rückweg von einem Fotoausflug an den Kochelsee fiel Cyril Gosselin am Abfluss der Loisach das gute Licht im Zusammenspiel mit dem Nebel, dem Raureif und der Spiegelung auf. Ein Graufilter half, die Belichtungszeit zu verlängern und somit die Wasseroberfläche optisch zu glätten. Wir gratulieren herzlich und belohnen Platz eins mit einem Zwei-Jahres-Abo der c‘t Fotografie.
Auf Platz zwei (6,63 Punkte) kam Detlef Reich, der die Spiegelung des Gewölbes der Kathedrale von Salisbury im Taufbecken einfing. Bei seiner Mehrfachbelichtung konnte Detlef Reich durch das verwendete Tilt/Shift-Weitwinkelobjektiv ohne stürzende Linien einen großen Ausschnitt ablichten, auch die Symmetrie ist nahezu perfekt gelungen. Für den zweiten Platz gibt es von uns ein Fotobuch.
Die technisch starke Makrofotografie von „Nikkonwolf“ auf dem dritten Rang (6,50 Punkte) sorgte im Forum für Diskussionen über Optik und das Thema selbst. Physikalisch gesehen gibt es aber keinen Zweifel: Die Wassertropfen an der Kalyptra der Moospflanzen spiegeln Waldbäume und Himmel. Dass nur das optisch verzerrte, auf dem Kopf stehende Abbild zu sehen ist, spielt dabei nach Ansicht der Redaktion keine Rolle. Auch Platz drei honorieren wir mit einem Fotobuch.