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Wildtier-FOTOGRAFIE vor der eigenen Haustür
Wer Tiere in ihren natürlichen oder angenommenen Lebensräumen fotografieren will, muss weder tief in den Wald gehen noch in ferne Länder reisen. Wie tolle Bilder der heimischen Tierwelt auch nahe der Haustür in der Großstadt gelingen und was den Reiz ihrer bevorzugten Motive ausmacht, erklärt Viola Hermann, ambitionierte Fotoamateurin und aktives Mitglied der Community von c’t Fotografie Online.
W ildtiere hatten schon immer einen festen Platz in der Fotografie – vielleicht auch, weil sich viele Menschen wenigstens von Zeit zu Zeit nach Naturnähe sehnen. Insbesondere Bewohner größerer Städte verspüren nach meiner Wahrnehmung heutzutage oft den Wunsch, täglichen Reizen wie Licht, Lärm, beruflichem Druck, fortschreitender Digitalisierung oder schlechter Luft zumindest stundenweise zu entfliehen.
An dieser Stelle kommt ein noch junger Teilbereich der Wildtierfotografie ins Spiel, dem auch ich durch eine tierische Zufallsbekanntschaft erlegen bin: Das sogenannte Urban Wildlife. Tiere, die früher hauptsächlich in ländlichen Gebieten zu Hause waren, ziehen heute häufig die Großstadt dem vermeintlich grünen Umland vor. Sie finden in den Städten zahllose natürliche und künstliche Strukturen, die als Unterschlupf dienen; vor allem aber auch ausreichend Nahrungsquellen. Durch das Miteinander von Mensch und Tier auf engem Raum verringert sich zugleich die Fluchtdistanz, was wir uns als Fotografen zunutze machen können.