LESERFORUM
100%-Darstellung
32-mm APS-C-Festbrennweite, c’t Fotografie 1/2019, S. 54
In der letzten Ausgabe der c’t Fotografie findet sich auf der Seite 60 im kleinen, gelb gerahmten Ausschnitt-Bild die Unterschrift 200 %. Dasselbe noch einmal auf Seite 62 in den Aufnahme-Angaben zu den Testcharts für die Auflösung. Meine Frage: Wenn ich davon ausgehen darf, dass bei Canon das APS-C-Format etwa 15 × 22,5 mm groß ist, was ist dann eine 200 %-Darstellung oder grundlegender: Was ist eine 100 %-Darstellung? Gibt es einen vergleichbaren Umrechnungsfaktor für das Vollformat?
Wir drucken die c’t Fotografie mit einer Auflösung von 300 dpi. Der 200 %-Ausschnitt auf Seite 60 hat eine Kantenlänge von 56 Millimetern. Bei einer 100 %-Darstellung hätte der Ausschnitt etwa 660 x 660 Bildpunkte. Dann würde jeder Bildpunkt im gedruckten Bild einem Bildpunkt im Ursprungsbild entsprechen. Um Schwächen oder Stärken von Kameraaufnahmen im Druck besser darstellen zu können, zeigen wir oft vergrößerte Ausschnitte des Ursprungsbildes. Entsprechend zeigt dieser Ausschnitt nicht 660 x 660 Bildpunkte, sondern nur etwa 330 x 330 Pixel. Dadurch ergibt sich eine Vergrößerung auf 200 %.
(pen)
DSGVO für Hobbyfotografen?
Als Hobbyfotograf werde ich von Verwandten oder Freunden hin und wieder gefragt, ob ich nicht bei Hochzeit, Geburtstagsfeier, etc. fotografieren würde. Natürlich wollen die Geladenen die Fotos dann auch bekommen. Für Hobbyfotografen – die sich weder mit Einwilligungen/Modellverträgen herumschlagen wollen/können und die ihre Bilder auch nicht monetär verwerten oder über einen gewissen privaten Rahmen hinaus veröffentlichen wollen – bleiben viele Fragen offen (Anm. der Red.: nach Einführung der DSGVO bzw. nach der Lektüre der Artikel in c’t Fotografie): Darf man Menschen überhaupt noch fotografieren? Wie kann man Bilder einfach tauschen/zur Verfügung stellen? Was ist mit Personen, die zufällig aufs Bild geraten (etwa Wirtin, Kellner, andere Gäste, …)
Allgemein verhält es sich so, dass die DSGVO für Hobbyfotografen, solange die Bilder für den familiären oder persönlichen Gebrauch angefertigt werden, überhaupt keine Anwendung findet. Das ändert sich, wenn Sie Bilder (im Internet) öffentlich zugänglich machen. Ich empfehle daher, Bilder nur in geschlossenen und passwortgeschützten Benutzergruppen zu veröffentlichen, soweit nicht die Einwilligung der Betroffenen vorliegt.
Nicolas Maekeler (Justiziar Heise Medien)
Vergleich bei gleicher ISO-Zahl
Fuji X-T3 gegen Sony a6500, c’t Fotografie 1/2019, Seite 36
Im Test Fuji X-T3 gegen Sony a6500 – aber auch in allen anderen Tests der c’t Fotografie – werden die Bilder von Kameras bei gleicher ISO-Einstellung verglichen.
Meiner Meinung nach ist das nicht richtig, da die Kamerahersteller zur Bestimmung des ISO-Wertes verschiedene Verfahren verwenden. Sony verwendet REI (Recommended Exposure Index) und Fuji verwendet SOS (Standard Output Sensitivity). Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Unterschiede beachtlich sind. Wenn ich mit einer Nikon D5100 und einer Fuji X-T10 ein Bild mit gleichen Einstellungen (ISO/Blende/Zeit/Brennweite) belichte, muss ich im RAW-Konverter die Belichtung um circa 2/3 Blenden bei Fuji erhöhen, um die gleiche Helligkeit zu erhalten. Alternativ kann ich bei der X-T10 den ISO-Wert beim Fotografieren um 2/3 Blenden erhöhen – also beispielsweise von ISO 1600 auf ISO 2500.
Der REI wird seit 2004 für Consumer-Kameras verwendet und gründet nicht auf konkreten Messvorschriften.
Die Hersteller legen selbst fest, unter welchen Belichtungseinstellungen das beste Bild (in den meisten Situationen) entsteht. Bei der SOS wird unter den in ISO 12232 angegebenen Bedingungen ein Ausgangssignal erzeugt und daraus die ISO-Empfindlichkeit abgeleitet.
(tho)
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