SPOTLIGHT
AUS DER KUNST- UND KULTURSZENE
Die Fotoszene präsentiert sich facettenreich: Porträts und psychedelische Bilder von Thomas Ruff in Düsseldorf stehen im Kontrast zu den poetischen Alltagsmomenten des Instagram-Stars Sam Youkilis in Berlin. In Essen sind visionäre Arbeiten junger Fotografen zu sehen und eine KI-generierte Serie von Carl De Keyzer sorgt für heftige Kontroversen.
Bis zum 21. April widmet das Düsseldorfer Malkastenforum einem der bedeutendsten deutschen Fotokünstler der Gegenwart eine Werkschau: Thomas Ruff. Es ist die erste Ausstellung im neuen Gebäude des Kunstvereins und nicht nur eine Hommage an die Stadt Düsseldorf, sondern auch ein sehr guter Überblick über das Schaffen Ruffs. Der 1958 in Zell am Harmersbach geborene Künstler studierte von 1977 bis 1985 bei Bernd Becher an der Kunstakademie Düsseldorf. Anschließend übernahm er dort Bechers Klasse für freie Kunst. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Porträts junger Künstlerinnen und Künstler aus den 1980er-Jahren, die Ruff in einer Weise aufgenommen hat, die an überdimensionierte Passbilder erinnert. Diese Frontalansichten sind so stark vergrößert, dass sie beim Betrachten die Wahrnehmung ihrer Proportionen herausfordern. Zusätzlich zu den Porträts sind auch Aufnahmen von Düsseldorfer Gebäuden zu sehen, die den architektonischen Geist der Stadt in den 80er-Jahren dokumentieren. Diese ikonischen Fotografien ermöglichen eine Reise in das Düsseldorf von vor 35 Jahren und zeigen den Wandel einer Stadt und der Zeit.