c't 15/2017
S. 146
Test
4K-Grafikkarten
Aufmacherbild

Multimedia-Nachhilfe

Günstige Grafikkarten für 4K-Displays und Video

Kompakte Grafikkarten ab 76 Euro der Serien Nvidia GeForce GT 1030 und AMD Radeon RX 550 passen auch in kleine PC-Gehäuse, steuern mehrere Monitore bis 4K-Auflösung an und dekodieren UHD-Videos. Bedingt taugen sie sogar zum Spielen.

Geht es nur ums Schreiben von Briefen und E-Mails und um die Web-Recherche, leistet ein sieben Jahre alter Dual-Core-PC immer noch gute Dienste. Doch schon Full-HD-Videos mit modernen Codecs wie HEVC (DVB-T2) und VP9 (YouTube) stellen die betagten Rechner vor Probleme. Auch wenn der Wunsch nach einem großen Monitor mit Auflösungen jenseits von Full-HD kommt – ideal für große Bilder und Excel-Tabellen – muss der alte Büro-PC passen. Hier helfen günstige, aber aktuelle Grafikkarten mit Ausgängen für 4K-Displays und Hardware-Decoder für HEVC & Co.

Sechs Karten ab 76 Euro mit den Grafikchips AMD Radeon RX 550 oder Nvidia GeForce GT 1030 mussten im c’t-Labor zeigen, was sie können und was nicht. Die GeForce-Karten kamen von Asus, MSI und Zotac, die Radeon-Modelle von Gigabyte und XFX. Von XFX kauften wir die Low-Profile-Karte RX-550P2LFB5 und die RX-550P4TFG5, die als einzige Karte im Test 4 GByte Videospeicher (GDDR5) mitbringt. Außerdem blockiert sie im PC wie auch die Zotac-Karte nur einen PCIe-Slot, die anderen zwei.

Zwar nutzen viele Arbeitsplatz-PCs die in der CPU integrierte Onboard-Grafik, doch ältere Versionen eignen sich nur bedingt für Multimedia-Anwendungen und überlassen den aktuellen und rechenintensiven Video-Codec HEVC (High Efficiency Video Codec, H.265) der CPU; HD-Videos ruckeln dann bei der Wiedergabe.

Auch beim Anschließen von 4K-Displays mit 3840 × 2160 Bildpunkten gibt es häufig Probleme. Wenn überhaupt, steht nur eine HDMI-1.4-Buchse bereit, die solche hohen Auflösungen mit Bildwechselfrequenzen von maximal 30 Hertz ausgeben kann – für Video reicht das, zum Arbeiten nicht. Oft bleibt als Videoausgang nur eine DVI-Schnittstelle, die maximal 1920 × 1200 Bildpunkte schafft. Erst als Dual-Link-Ausführung sind auch 2560 × 1600 und mit einigen wenigen Displays und Adaptern sogar die 4K-Auflösung möglich – allerdings wiederum nur mit 30 Hertz.

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