c't 19/2017
S. 37
News
Server

Boards und Systeme mit Atom C3000

16 x86-Kerne, zweimal 10-Gigabit-Ethernet und 16 SATA-6G-Ports vereint das Gigabyte MA10-ST0 mit Atom C3958.

Außer Supermicro haben nun auch Asrock Rack und Gigabyte Mainboards mit Intels sparsamen Serverprozessoren der Baureihe Atom C3000 „Denverton“ angekündigt. Diese Chips besitzen bis zu 16 CPU-Kerne mit Goldmont-Architektur (wie Apollo Lake) und zahlreiche PCIe-3.0-Lanes, die sich auf SATA-6G-Betrieb umschalten lassen. Controller für 10-GBit-Ethernet (10GbE) sind im System-on-Chip ebenfalls integriert. Einige Atom C3000 enthalten Hardware-Einheiten für Ver- und Entschlüsselung sowie Dekompression von Netzwerkdaten; das nennt Intel Quick-Assist Technology (QAT). Ein C3000-Board lässt sich mit bis zu 128 GByte ECC-RAM bestücken: vier DDR4-RDIMMs mit je 32 GByte.

Viele der C3000-Mainboards zielen auf Storage-Systeme, beispielsweise das Gigabyte MA10-ST0 mit dem stärksten Atom C3958. Das Board kann von einem aufgelöteten eMMC-Flash mit 32 GByte Kapazität booten und besitzt vier MiniSAS-x4-Buchsen für 16 SATA-6G-Medien. 8 der 16 Lanes lassen sich alternativ für den PCIe-x16-Slot nutzen. Zwei SFP+-Cages sind für 10GbE-Verbindungen gedacht, außerdem gibt es zwei 1GbE-Ports und einen separaten Anschluss für Fernwartung mit dem Baseboard Management Controller (BMC) Aspeed AST2400. Den Preis nennt Gigabyte nicht, er dürfte aber über 800 Euro liegen – ähnlich viel verlangt Supermicro für das etwas anders ausgestattete Board A2SDi-H-TP4F. Hier kommt ebenfalls der Atom C3958 zum Einsatz, aber außer zwei SFP+-Ports kann man 10GbE auch mit 10GBaseT-Kupferkabeln anschließen. Statt 16 gibt es aber nur 12 SATA-Ports, eMMC-Flash fehlt.

Supermicro hat noch 12 weitere Denverton-Boards im Angebot, das billigste A2SDi-2C-HLN4F mit dem Doppelkerner Atom C3338 ist ab 230 Euro erhältlich. Asrock hat bisher drei Denverton-Boards avisiert, davon zwei im Mini-ITX-Format. Auch Embedded-Systems-Zulieferer wie DFI und Kontron haben C3000-Module im Angebot. Axiomtek baut den Atom C3000 in eine Network Appliance mit vier SFP+- und sechs 1GbE-Ports ein. (ciw@ct.de)

SoCs für NVMe/F-Speicher

Software-defined Storage (SdS) mit Flash-Speicher kommt immer häufiger in Cloud-Rechenzentren zum Einsatz. Die zum Storage-System verkoppelten SSDs müssen dazu nicht in einem gemeinsamen Gehäuse sitzen: Über schnelle Ethernet-Links lassen sich externe Erweiterungsboxen anbinden, die man im Branchenjargon JBOF nennt für „Just a Bunch of Flash“. Der SdS-Host greift dann per NVMe over Fabrics (NVMe/F, NVMeoF) auf die SSDs zu, letztlich per Remote DMA (RDMA).

Mellanox BlueField kombiniert ConnectX-5-Adapter für 25GbE oder 100GbE mit 2 bis 16 ARM Cortex-A72.

Für solche NVMeF-Erweiterungen haben Mellanox und Kalray passende Chips im Angebot. Mellanox BlueField kombiniert einen ConnectX-5-Adapter für zwei 100GbE-Ports – Ethernet oder InfiniBand – mit bis zu 16 ARMv8-A-Kernen (Cortex-A72); sparsamere und billigere Varianten kommen mit 2 bis 8 Cortex-A72 und 25GbE aus. Bis zu 512 GByte DDR4-RAM lassen sich als lokaler Pufferspeicher anschließen. Für die SSDs stehen 32 Lanes PCIe 4.0 bereit, die sich auf 16 Ports verteilen lassen. Hardware-Einheiten übernehmen Standardaufgaben wie Verschlüsselung. Mit BlueOS – einem Yocto Linux – stellt Mellanox auch die Software-Basis bereit.

Die französische Firma Kalray setzt auf ihren Bostan-Chip MPPA2-256 mit 288 VLIW-Kernen, 128 Krypto-Einheiten und PCIe 3.0 x16. Für Entwickler liefert Kalray diesen MPPA2-256 auf der PCIe-Karte KTC40 mit zwei 40GbE-Ports aus; dazu gibt es auch einen Software-Stack. Attala Systems wiederum verwendet Intel-Stratix-FPGAs für All-Flash-Arrays mit NVMe/F-Anbindung. (ciw@ct.de)

Alle heise-Magazine mit heise+ lesen

3,99 € / Woche

Ein Abo, alle Magazine: c't, iX, Mac & i, Make & c't Fotografie

  • Alle heise-Magazine im Browser und als PDF
  • Alle exklusiven heise+ Artikel frei zugänglich
  • heise online mit weniger Werbung lesen
  • Vorteilspreis für Magazin-Abonnenten
Jetzt unbegrenzt weiterlesen Vierwöchentliche Abrechnung.

Alle Ausgaben freischalten

2,95 € 0,25 € / Woche

Nach Testphase 2,95 € wtl.

  • Zugriff auf alle c't-Magazine
  • PDF-Ausgaben zum Herunterladen
  • Zugriff in der c't-App für unterwegs
Jetzt testen Nach Testphase jederzeit monatlich kündbar.

Ausgabe einmalig freischalten

4,70 € / Ausgabe

Diese Ausgabe lesen – ohne Abobindung

  • Sicher einkaufen im heise shop
  • Magazin direkt im Browser lesen
  • Dauerhaft als PDF behalten

Weitere Bilder

News | Server (1 Bilder)