c't 19/2017
S. 19
News
Windows 10

Update beschädigt VHD-Boot-Systeme

In einer sehr speziellen Situation schafft es die Windows-Update-Funktion, die Aktivierung von Windows 10 so zu demolieren, dass sie nicht wiederherstellbar ist.

Wer Windows 10 in einer VHD-Boot-Umgebung betreibt (siehe c’t 2/17, S. 88) und derzeit noch die vorige Ausgabe des Systems verwendet (Version 1607, Anniversary Update), sollte beim Upgrade auf die derzeit aktuelle Version 1703 (Creators Update) Vorsicht walten lassen: Es könnte die Aktivierung der Installation irreparabel beschädigen.

Eine solche Aktualisierung gelingt nämlich nur mit einem Trick: Man startet die VHD-Datei vorübergehend nicht per VHD-Boot, sondern in einer virtuellen Maschine (VM), weil der Versions-Upgrade-Mechanismus per VHD-Boot nicht funktioniert (siehe c’t 2/17, S. 94).

Läuft das System nun in einer VM, ist der übliche Weg zum Creators Update, es einfach per Windows Update zu installieren. Dabei wird das jeweils aktuelle kumulative Update gleich mitinstalliert. Derzeit hebt es die Versionsnummer des Creators Update auf 15063.540 an. Und genau dabei wird die Aktivierung offenbar so zerschossen, dass sie sich nicht wiederherstellen lässt – angeblich bestehe keine Internetverbindung. Nicht einmal in der Eingabeaufforderung per slmgr -ipk <Lizenzkey> geht es. Windows behauptet dann steif und fest, der Schlüssel sei ungültig.

Abhilfe schafft ein Offline-Upgrade, das zunächst die Basisversion des Creators Update installiert (Versionsnummer 15063.0). Laden Sie dazu mit Microsofts Media Creation Tool eine ISO-Datei für ein Setup-Medium herunter, binden Sie es in die VM ein, trennen Sie die Internetverbindung und starten Sie das Upgrade, indem Sie die Datei setup.exe aus dem laufenden virtuellen Windows heraus aufrufen. Ist das Upgrade durchgelaufen, hängen Sie die VHD-Datei wieder aus der VM aus. Starten Sie per VHD-Boot, verbinden Sie das System wieder mit dem Internet und lassen Sie Windows Update den jüngsten kumulativen Patch installieren.

Nach unseren Erfahrungen bleibt bei diesem Vorgehen die Aktivierung erhalten. Eine Anfrage von c’t zu der Problematik hat Microsoft bis Redaktionsschluss nicht beantwortet. Wer Windows 10 als VHD-Boot-Installation betreibt, ist bis auf Weiteres gut beraten, auf Nummer sicher zu gehen und Versions-Upgrades offline einzuspielen. (axv@ct.de)

OpenType Variable Font im nächsten Windows 10

Microsofts erster OpenType Variable Font in Aktion: Trotz wachsender Schriftstärke bleibt die Laufweite erhalten.

Vor rund einem Jahr haben Adobe, Apple, Google und Microsoft den Schriftstandard OpenType in Version 1.8 mit einer Unterstützung für Variable Fonts versehen. Die Erweiterung erlaubt es, in einer einzigen Schriftdatei diverse Schriftschnitte zusammenzufassen, die sich ohne Veränderung der Laufweite einsetzen lassen.

In der Vorabversion mit der Build-Nummer 16273 des für September oder Oktober 2017 erwarteten Windows 10 Fall Creators Update liefert Microsoft nun seinen ersten Variable Font „Bahnschrift“ mit. Es handelt sich dabei um Microsofts Interpretation der Schriftart DIN 1451, die hierzulande vor allem von Autobahnschildern und sonstigen Verkehrszeichen bekannt ist. (jss@ct.de)

ReFS eingeschränkt

Mit jeder neuen Version von Windows 10 kommen nicht nur neue Funktionen hinzu, sondern fliegen auch veraltete Features raus. Der Großteil solcher Änderungen fällt kaum auf; bei dem für September oder Oktober 2017 erwarteten Fall Creators Update (Version 1709) schränkt Microsoft allerdings auch die Verfügbarkeit des recht neuen Dateisystems ReFS ein. Ließen sich Volumes bislang unter allen Editionen von Windows 10 mit ReFS formatieren – selbst mit der Home-Edition –, soll das ab Version 1709 nur noch mit der neuen Edition „Pro für Workstation“ sowie mit Enterprise klappen. Der Zugriff auf ReFS-Laufwerke soll weiterhin mit allen Editionen möglich sein, sowohl lesend als auch schreibend.

Eine vollständige Liste der für das Fall Creators Update geplanten Streichungen hat Microsoft in seiner Admin-Wissenssammlung TechNet veröffentlicht (siehe ct.de/y6wr). Der Hersteller unterscheidet dabei zwischen Funktionen, die mit der neuen Ausgabe direkt rausfliegen („removed“) und solchen, die als veraltet gelten und vermutlich mittel- bis langfristig in einer späteren Version von Windows 10 entfernt werden („deprecated“). (jss@ct.de)

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