Dortmund evaluiert Open-Source-Software
Im Rahmen des „Masterplan Digitales Dortmund“ will die Stadtverwaltung Dortmund das Potenzial von Open-Source-Software für den Einsatz in der Verwaltung untersuchen. Die Stadt hatte bereits den Einsatz offener Standards im Masterplan festgeschrieben und diesen jetzt um das Projekt „Freie Software und Offene Standards“ erweitert.
Die Untersuchung auf Einsparpotenziale führt die Arbeitsgruppe Freie Software durch. Sie besteht aus der Bürgerinitiative Do-FOSS, der Verwaltung und dem städtischen IT-Dienstleister Dortmunder Systemhaus (dosys). Do-FOSS setzt sich seit Langem für mehr freie Software in der Verwaltung ein und bezeichnete den Beschluss als „Meilenstein“.
Dortmund ist damit in Nordrhein-Westfalen Vorreiter. Das nordrhein-westfälische E-Government-Gesetz schreibt den Verwaltungen vor, dass sie in der Kommunikation mit Bürgern offene und standardisierte Dateiformate nutzen sollen.
Die Erarbeitung des „Masterplan Digitales Dortmund“ wurde im Juli 2016 durch den Rat der Stadt beschlossen. Aufgrund der erwarteten Komplexität des Vorhabens gliedert es sich in die drei Bereiche „Digitale Wirtschaft, Digitale Bildung und Digitale Stadtverwaltung“.
Eines der Ziele der Initiative ist es, mehr Herstellerunabhängigkeit und Flexibilität zu erreichen. Sie soll auch zu datenschutzfreundlicherer Technik führen und längere Hardware-Lebenszyklen ermöglichen. Für den nächsten Sommer soll auch ein Konzept zur Einführung von Open Data erarbeitet werden. (mls@ct.de)