c't 11/2018
S. 36
News
Gmail, E-Commerce

Gmail aufgefrischt, „Tasks“ herausgelöst

Gmail erkennt künftig Newsletter, die der Nutzer ignoriert – ein kurzes Antippen kündigt das Abo. Bild: Google

Google hat der Web-Oberfläche seines Maildienstes Gmail ein neues Aussehen im Material Design sowie neue Funktionen verpasst. Über eine Werkzeugleiste am rechten Rand greift der Anwender schnell auf andere Google-Dienste und Gmail-Add-ons zu. In den „kommenden Wochen“ soll die Gmail-Website auch offline funktionieren. Bislang mussten Nutzer die Chrome-App herunterladen, um Mails ohne Internetverbindung verwalten zu können.

Neue KI-gestützte Funktionen entlasten den Nutzer, indem sie etwa „intelligente Antworten“ vorschlagen; in den Mobil-Apps macht Gmail dies bereits, nun auch in der Web-Version. Die Funktion „Automatische Erinnerungen“ erinnert den Nutzer an Mails, die unbeachtet im Posteingang schlummern, aber wichtig sein könnten.

Ein „vertraulicher Modus“ schützt sensible Inhalte und versieht E-Mails mit einem Ablaufdatum. Statt der Mail erhält der Empfänger einen Link zum Inhalt – so lassen sich bereits gesendete Nachrichten auch wieder zurückholen. Künftig soll Gmail durch auffälligere Sicherheitshinweise vor verdächtigen Nachrichten warnen, etwa vor potenziellen Phishing-Mails. Bis Redaktionsschluss war „das neue Gmail“ nicht voreingestellt, sondern musste in den Einstellungen mit der Option „Das neue Gmail testen“ aktiviert werden.

Im Zuge des Gmail-Updates hat Google eine eigene Android- und iOS-App für das Aufgabenmanagement veröffentlicht: Google Tasks. Die To-dos lassen sich mit Notizen und einem Fälligkeitsdatum ergänzen, aber nicht mit einer Uhrzeit. Auch wiederkehrende Aufgaben unterstützt Tasks derzeit nicht, ebenso fehlt die Möglichkeit, Dateianhänge hinzuzufügen und Listen mit anderen Nutzern zu teilen. (jo@ct.de)

Studie: Amazon dominiert den deutschen Onlinehandel

Fast die Hälfte des Umsatzvolumens im deutschen Onlinehandel fand beim Marktführer Amazon statt. Das ergab die Studie „Online-Monitor 2018“ des Handelsverbands Deutschland (HDE). 2017 entfielen rund 46 Prozent des gesamten Umsatzes auf die deutsche Amazon-Tochter. Eine immer wichtigere Rolle spielt demnach der Marketplace von Amazon, auf dem andere Händler Waren verkaufen können. Dort stiegen die Umsätze 2017 um 2 Milliarden Euro. Allein hier fiel demnach 2017 ein Viertel der gesamten deutschen E-Commerce-Umsätze an.

Insgesamt schätzt der HDE, dass der Nettoumsatz im deutschen Onlinehandel 2018 einen Umfang von 53,6 Milliarden Euro erreicht, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wächst der Anteil des Onlinehandels am Gesamtvolumen des deutschen Einzelhandels auf 10,2 Prozent. (jo@ct.de)