c't 13/2018
S. 136
Kaufberatung
Günstige Prozessoren
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Schneckenrennen

Günstige Prozessoren für Office- und Multimedia-PCs

Für viele Büro-Computer genügt eine günstige Hardware-Ausstattung und auch Media-Center-PCs brauchen dank integrierter Video-Decoder immer weniger CPU-Leistung. Ein sparsamer Billig-Prozessor reicht aus, doch wie wenig ist genug?

Wer einen PC fürs Büro kaufen möchte, muss kein Vermögen ausgeben. Denn die klassischen, einfachen Aufgaben eines PCs sind über die Jahre kaum anspruchsvoller geworden: Briefe schreiben, einfache Tabellen wie ein Haushaltsbuch oder eine kleine Gewinn- und Verlustrechnung stemmen selbst Einsteigermodelle seit Jahren mit links.

Eine Schwierigkeitsstufe darüber liegen Aufgaben wie das Surfen im Web oder die Videowiedergabe. Ersteres belastet den Rechner durch immer mehr eingebettete und aktive Elemente auf Websites, letzteres durch aufwendigere Video-Codecs wie HEVC/H.265 (Netflix) oder VP9 (YouTube). Doch moderne Prozessoren integrieren Spezialschaltkreise, die genau diese Videofunktionen quasi nebenher verarbeiten können. Wer den richtigen Billig-Prozessor wählt, bekommt ausreichende Office- und Videofunktionen für wenig Geld. Hinzukommt, dass solche sparsamen Prozessoren dank kompakter Kühler in besonders kleine Gehäuse passen und in einigen Fällen sogar ganze ohne Lüfter auskommen. Aus dieser Gattung vergleichen wir Intels Pentium Silver J5005, den es nur festverlötet wie im NUC7PJYH-Barebone gibt, mit dem Pentium Gold 5400 und AMDs Ryzen 3 2200G, den derzeit günstigsten Quad-Core-Prozessor mit aktueller Technik. Zu den beiden letzteren müssen Sie neben Arbeits- und Massenspeicher sowie Betriebssystem auch Mainboard, Gehäuse und Netzteil in die Kalkulation einbeziehen – eine Beispielrechnung haben wir in der Tabelle „Eckdaten“ aufgemacht.

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