c't 17/2018
S. 118
Hintergrund
Glasfaserausbau
Aufmacherbild
Bild: Rudolf A. Blaha

Großbaustelle

Wie die Glasfaser unter die Erde kommt

Der Glasfaserausbau fürs schnelle Internet zu Hause hat gerade erst begonnen. Der Ausbau läuft auf Hochtouren; die Anbieter haben die Wahl zwischen zahlreichen verschiedenen Verfahren.

Ganz allmählich nimmt der Breitbandausbau in Deutschland Fahrt auf. Neubaugebiete werden inzwischen standardmäßig mit Glasfasernetzen ausgestattet – in bestehenden Wohngebieten wird Glasfaser nachgerüstet. 98 von 100 Haushalten sind noch nicht direkt angeschlossen, es bleibt viel zu tun. Fachleute schätzen, dass eine flächendeckende FTTH-Versorgung – Fiber to the Home, also Glasfaser bis in die Wohnungen – für alle Haushalte in Deutschland ungefähr 80 Milliarden Euro kosten wird. Der größte Teil dieser Ausgaben wird in die Verlegung der Kabel fließen, also den Tiefbau, denn Freileitungen sind in Deutschland verpönt, insbesondere in Wohngebieten.

Vielerorts wird nur die Sparbrötchenvariante FTTC gebaut, Fiber to the Cabinet, also Glasfaser bis zum Verteilerkasten. Von dort geht es per Kupferkabel – also per VDSL oder TV-Kabel – weiter in die Haushalte. Für den Moment mag das noch reichen, wirklich zukunftsfähig ist es aber nicht. Immerhin ist die Glasfasererschließung des Kabelverzweigers aber für eine spätere FTTH-Struktur gut zu gebrauchen.

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